Leserbrief zum Zeitungskommentar „Der AfD die Stirn bieten“

Als neu gewähl­ter Kreis­tags­ab­ge­ord­ne­ter der AfD im Land­kreis Berg­stra­ße wei­se ich die fabri­zier­ten Vor­wür­fe des „Head of Pro­du­cing“, Herrn Pecht (Berg­strä­ßer Anzei­ger vom 17.03.2026), ent­schie­den zurück, unse­re Par­tei sei hier in der Berg­stra­ße nicht ver­wur­zelt oder beschrän­ke sich auf ein ein­zi­ges Thema.

Das Gegen­teil ist der Fall: Unser star­kes Ergeb­nis im Kreis als zweit­stärks­te Kraft, aber auch in den Gemein­den – etwa in Bir­ken­au – zeigt klar, dass vie­le Bür­ger vor Ort uns ihr Ver­trau­en schen­ken. Die­ses Ver­trau­en kommt nicht von unge­fähr, son­dern grün­det auf kon­kre­ter Arbeit, Prä­senz und einem offe­nen Ohr für die Anlie­gen der Men­schen in der Region.

Der Vor­wurf, wir sei­en nicht flä­chen­de­ckend ange­tre­ten, greift zu kurz und ver­kennt die Rea­li­tät. Es fehlt kei­nes­wegs an enga­gier­ten Mit­glie­dern oder Unter­stüt­zern. Viel­mehr erle­ben vie­le poli­tisch inter­es­sier­te Bür­ger ein Kli­ma der Ein­schüch­te­rung: Angst vor beruf­li­chen Nach­tei­len, sozia­ler Aus­gren­zung im eige­nen Umfeld oder sogar vor Angrif­fen durch poli­tisch moti­vier­te Gewalt – etwa aus dem Umfeld der soge­nann­ten Anti­fa – hält vie­le Mit­glie­der davon ab, sich öffent­lich zu enga­gie­ren. Die­ses Kli­ma wird lei­der auch durch eine ein­sei­ti­ge Bericht­erstat­tung beför­dert, wie sie sich in Bei­trä­gen zeigt, die weni­ger auf sach­li­cher Aus­ein­an­der­set­zung als auf poli­ti­scher Abwer­tung beru­hen – wie es eben die­ser Kom­men­tar des Herrn Pecht tut.

Eben­falls wei­sen wir ent­schie­den die Unter­stel­lung zurück, wir wür­den ledig­lich nur das The­ma der Migra­ti­on bedie­nen. Kom­mu­nal­po­li­tik lebt von Sach­ar­beit – genau dafür ste­hen wir im Kreis Berg­stra­ße. Ob Infra­struk­tur, Bil­dung, Finan­zen oder Sicher­heit: Wir brin­gen uns kon­struk­tiv ein und neh­men die Anlie­gen der Bür­ger ernst.

Wir sind jeder­zeit bereit, im Kreis­tag in einen offe­nen, sach­li­chen und kon­struk­ti­ven Dia­log zu tre­ten. Demo­kra­tie lebt vom Wett­be­werb der Ideen – und wir stel­len uns die­sem Wett­be­werb ger­ne. Wer Argu­men­te hat, braucht kei­ne Aus­gren­zung. Wer über­zeu­gen will, soll­te die Debat­te suchen.

Mei­ne Kol­le­gen und ich bie­ten ger­ne den eta­blier­ten Par­tei­en im Kreis­tag die Stirn – ich freue mich darauf!

Chris­ti­an Dietz-Verrier
Viern­heim

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