Schule & Bildung

Leistung, Neutralität und Vielfalt sichern

Bil­dung ist unser wich­tigs­tes Kapi­tal. Der Kreis Berg­stra­ße ver­fügt über eine gute schu­li­sche Infra­struk­tur – das muss so blei­ben. Schu­le darf kein Expe­ri­men­tier­feld wech­seln­der Ideo­lo­gien sein, son­dern muss Wis­sen, Kön­nen und Ver­ant­wor­tung vermitteln.

Leistungsprinzip konsequent stärken

Das Leis­tungs­prin­zip hat obers­te Prio­ri­tät. Schu­le muss for­dern und för­dern.
Wohl­fühl­päd­ago­gik, die Leis­tungs­un­ter­schie­de ver­wischt und Erwar­tun­gen absenkt, leh­nen wir ab. Bil­dungs­ge­rech­tig­keit ent­steht nicht durch Gleich­ma­che­rei, son­dern durch fai­re Maß­stä­be und indi­vi­du­el­le Förderung.

Politische Neutralität wahren

Der soge­nann­te Beu­tels­ba­cher Kon­sens aus dem Jah­re 1976 (Poli­ti­sche Neu­tra­li­tät von Lehr­kräf­ten) ist strikt zu beach­ten. Dar­aus ergibt sich:

  • das Über­wäl­ti­gungs­ver­bot (Not­brem­se gegen ideo­lo­gi­sche Erziehung),
  • das Ver­bot ein­sei­ti­ger Stimmungsmache,
  • sowie die Ver­pflich­tung zur Kon­tro­ver­si­tät (Viel­falt der Mei­nun­gen) dort, wo sie gesell­schaft­lich besteht.

Nach § 86 Abs. 3 des Hes­si­schen Schul­ge­set­zes haben Lehr­kräf­te in Schu­le und Unter­richt poli­ti­sche, reli­giö­se und welt­an­schau­li­che Neu­tra­li­tät zu wah­ren.
Schu­le ist kein Ort für Indok­tri­na­ti­on, son­dern für Bil­dung zur eigen­stän­di­gen Urteilsfähigkeit.

Ausgewogene Schulentwicklungsplanung

Eine ein­sei­ti­ge kom­mu­na­le För­de­rung der Gym­na­si­en und Gesamt­schu­len in den Schul­ent­wick­lungs­plä­nen zu Las­ten der pra­xis­ori­en­tier­ten Mittelstufen‑, Haupt- und Real­schu­len leh­nen wir ab – ins­be­son­de­re in Zei­ten eines dra­ma­ti­schen hand­werk­li­chen und tech­ni­schen Fach­kräf­te­man­gels. Alle Schul­for­men leis­ten einen gleich­wer­ti­gen Bei­trag zur Bil­dungs­land­schaft und müs­sen ent­spre­chend
berück­sich­tigt und aus­ge­stat­tet werden.

Förderschulen erhalten – Inklusion mit Augenmaß

Die För­der­schu­len sol­len erhal­ten blei­ben. Wir ste­hen für eine Inklu­si­on mit Augen­maß im geglie­der­ten Schul­sys­tem. Nicht jede Form der Inklu­si­on dient auto­ma­tisch dem Wohl des Kin­des. Päd­ago­gi­sche Ver­nunft und indi­vi­du­el­le Bedürf­nis­se müs­sen Vor­rang vor ideo­lo­gi­schen Ziel­vor­ga­ben haben.

Ganztag gemeinsam gestalten

Für eine akti­ve Ein­bin­dung von Ver­ei­nen in die schu­li­sche Ganz­tags­be­treu­ung:
Sport‑, Musik- und Kul­tur­ver­ei­ne leis­ten wert­vol­le Bildungs- und Erzie­hungs­ar­beit und stär­ken sozia­le Kom­pe­ten­zen, Team­geist und regio­na­le Ver­wur­ze­lung. Die­se Struk­tu­ren sind gezielt zu för­dern und büro­kra­ti­sche Hür­den abzubauen.

Digitale Bildung & Medienkompetenz

Digi­ta­le Kom­pe­tenz statt blin­der Tech­nik­gläu­big­keit: Ver­mitt­lung von Medi­en­kom­pe­tenz, kri­ti­schem Den­ken und digi­ta­lem Grund­wis­sen an Schu­len.
Digi­ta­le End­ge­rä­te müs­sen aber alters-und ent­wick­lungs­ge­mäß und auf kei­nen Fall zu früh ein­ge­setzt wer­den. IT-Nachwuchs för­dern: Koope­ra­tio­nen mit regio­na­len Betrie­ben, Berufs­schu­len und Hoch­schu­len zur Stär­kung tech­ni­scher und hand­werk­li­cher Ausbildungswege.

Gewalt an Schulen stoppen

Wir for­dern ein kon­se­quen­tes Durch­grei­fen bei stei­gen­der Gewalt an Schu­len im Kreis Berg­stra­ße durch ver­stärk­te Prä­ven­ti­ons­ar­beit und einen ver­bes­ser­ten Schutz für Lehr­kräf­te sowie Schü­ler. Sicher­heit im Klas­sen­zim­mer muss durch kla­re Sank­tio­nen bei Regel­ver­stö­ßen und eine enge­re Zusam­men­ar­beit mit den Sicher­heits­be­hör­den dau­er­haft wie­der­her­ge­stellt werden.

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