Wirtschaft, Infrastruktur & Tourismus

Lebensadern stärken

Die anhal­ten­de Wirt­schafts­kri­se erreicht zuneh­mend auch die Unter­neh­men im Kreis Berg­stra­ße. Pro­duk­ti­ons­rück­gän­ge, Inves­ti­ti­ons­stau und Stand­ort­ver­la­ge­run­gen füh­ren bereits heu­te zu spür­ba­ren Ein­brü­chen bei den Gewer­be­steu­er­ein­nah­men. Die schlei­chen­de Deindus­tria­li­sie­rung trifft Kom­mu­nen und Kreis mit vol­ler Wucht – finan­zi­ell, struk­tu­rell, sozial.

Die Kon­se­quenz ist klar: Jeder Betrieb zählt. Jeder Arbeits­platz zählt. Wir müs­sen um den Erhalt bestehen­der Unter­neh­men kämp­fen und den Kreis Berg­stra­ße als Stand­ort wie­der ver­läss­lich und attrak­tiv machen.

Für einen star­ken Mit­tel­stand, gesi­cher­te Arbeits­plät­ze und leben­di­ge Ortskerne.

Fachkräftesicherung & berufliche Bildung

Wir stär­ken die beruf­li­che Bil­dung und för­dern die enge Zusam­men­ar­beit mit regio­na­len Aus­bil­dungs­be­trie­ben sowie den Hand­werks, Industrie- und Han­dels­kam­mern. Ziel ist es, qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te vor Ort aus­zu­bil­den, zu hal­ten und Per­spek­ti­ven im Kreis Berg­stra­ße zu schaffen.

Dorfgaststätten und Dorfläden in ihrem Bestand erhalten

Dem Wirts­haus­ster­ben durch ver­ein­fach­te Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren ent­ge­gen­tre­ten, Unter­stüt­zung bei Nach­fol­ge­re­ge­lun­gen für Gas­tro­no­mie­be­trie­be, Hof­lä­den, Metz­ge­rei­en und Bäcke­rei­en im länd­li­chen Raum. Die­se Geschäf­te sind kei­ne Folk­lo­re – sie sind sozia­le Infra­struk­tur. Die Ver­wal­tung soll ihre
Ermes­sens­spiel­räu­me nut­zen, um die Bestän­de zu erhalten.

Standortsicherung im Kreis Bergstraße

Der Kreis Berg­stra­ße muss ein ver­läss­li­cher und wett­be­werbs­fä­hi­ger Stand­ort für Hand­werk, Mit­tel­stand und Indus­trie blei­ben – gera­de in wirt­schaft­lich schwie­ri­gen Zeiten.

Arbeitsplätze vor Ort sichern

Stand­ort­ent­schei­dun­gen dür­fen nicht durch über­bor­den­de Büro­kra­tie, hohe Abga­ben oder ideo­lo­gisch moti­vier­te Auf­la­gen gefähr­det werden.

Gewerbeflächen sichern und entwickeln

Geeig­ne­te Flä­chen für regio­na­le Betrie­be erhal­ten und maß­voll wei­ter­ent­wi­ckeln – mit Rück­sicht auf Land­schaft und Anwohner.

Planungssicherheit herstellen

Ver­läss­li­che Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren, kla­re Zustän­dig­kei­ten und rea­lis­ti­sche Umwelt­auf­la­gen statt wech­seln­der Spielregeln.

Regionale Wertschöpfung stärken

Öffent­li­che Auf­trä­ge sol­len im Rah­men der recht­li­chen Mög­lich­kei­ten vor­ran­gig an regio­na­le Unter­neh­men ver­ge­ben werden.

Zukunftsbranchen gezielt ansiedeln

Der Kreis Berg­stra­ße soll gezielt Unter­neh­men aus Zukunfts­bran­chen wie Medi­zin­tech­nik, Phar­ma, IT und ange­wand­ter For­schung anspre­chen, um hoch­wer­ti­ge Arbeits­plät­ze und lang­fris­ti­ge Wert­schöp­fung zu sichern.

ÖPNV: Taktung überprüfen und ergänzen

Über­prü­fung der Takt­zei­ten ins­be­son­de­re in den Abend­stun­den und am Wochen­en­de. Ergän­zend for­dern wir den Aus­bau eines kreis­wei­ten Ruf­ta­xi­sys­tems als fle­xi­ble Ergän­zung zum bestehen­den Linienverkehr.

Schiene: Güterverkehr stärken – Region entlasten

Die zusätz­li­che Tras­se der Ried­bahn ist im ver­gan­ge­nen Jahr pla­ne­risch wei­ter vor­an­ge­kom­men. Die­se Ent­wick­lung begrü­ßen wir aus­drück­lich. Sie ent­las­tet bestehen­de Stre­cken, ver­bes­sert den Ver­kehrs­fluss und stärkt die wirt­schaft­li­che Leis­tungs­fä­hig­keit unse­rer Regi­on auch für den Güter­ver­kehr.
An die­ser Stel­le dan­ken wir aus­drück­lich der Initia­ti­ve „Mensch und Ver­kehr“ aus der Regi­on, die sich mit Sach­ver­stand und Beharr­lich­keit für eine hohe Umwelt­ver­träg­lich­keit der Pla­nung ein­ge­setzt hat. Die­ses Enga­ge­ment zeigt:
Infra­struk­tur und Umwelt­schutz schlie­ßen sich nicht aus – sie brau­chen klu­ge Vermittler.

Mobilität: Realistisch, vielfältig, ohne Gängelung

Schie­ne und ÖPNV sind wich­ti­ge Säu­len der Mobi­li­tät, sie kön­nen den Indi­vi­du­al­ver­kehr jedoch nicht erset­zen. Das gilt ins­be­son­de­re in den länd­lich gepräg­ten Regio­nen des Oden­walds und des Rieds, wo Arbeits­we­ge, Ver­sor­gung, Pfle­ge und Ehren­amt auf das Auto ange­wie­sen sind.

Wir set­zen uns aus­drück­lich für den Erhalt des Indi­vi­du­al­ver­kehrs ein.
Mobi­li­tät darf kein Pri­vi­leg wer­den, son­dern muss all­tags­taug­lich bleiben.

Unnö­ti­ge Schi­ka­nen leh­nen wir ab. Die infla­tio­nä­re Ein­rich­tung von Tempo-30-Zonen (in man­chen Städ­ten sogar Tempo-20-Zonen) ohne sach­li­che Begrün­dung ist über­zo­gen und kon­tra­pro­duk­tiv. Sie dient weder der Ver­kehrs­si­cher­heit noch dem Kli­ma­schutz, son­dern wird zuneh­mend als Beu­tel­schnei­de­rei und anma­ßen­de Ver­kehrs­er­zie­hung emp­fun­den. Akzep­tanz ent­steht nicht durch Gän­ge­lung, son­dern durch nach­voll­zieh­ba­re Regeln.

Verkehr: Ausbau des Fahrradwegenetzes im Odenwald

Im Oden­wald besteht erheb­li­cher Nach­hol­be­darf beim Aus­bau siche­rer Rad­we­ge.
Auf meh­re­ren Stre­cken ist die aktu­el­le Situa­ti­on für Rad­fah­rer gefähr­lich und nicht
mehr zeit­ge­mäß.

Radverkehr gezielt ausbauen

Der zügi­ge Aus­bau siche­rer und durch­gän­gi­ger Rad­we­ge ist ein wich­ti­ger Bei­trag zu
Nah­erho­lung, Tou­ris­mus und all­tags­taug­li­cher Mobi­li­tät. Ins­be­son­de­re im länd­li­chen Raum müs­sen bestehen­de Lücken geschlos­sen und gefähr­li­che Stre­cken ent­schärft werden.

Beson­ders betrof­fen sind die Verbindungen:

  • Kirsch­hau­sen – Mitlechtern
  • Fürth – Weschnitz
  • Fürth – Lin­den­fels / Kolmbach
  • Hep­pen­heim – Juhö­he – Bonsweiher

Not­wen­dig sind durch­ge­hen­de, bau­lich getrenn­te Rad­we­ge und siche­re Que­run­gen – für ech­te Ver­kehrs­si­cher­heit statt blo­ßer Absichtserklärungen.

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