Stammtisch zum Thema „Wohnungsnot“

Bei einem Stamm­tisch im Monat Mai konn­te Orts­be­auf­trag­ter Ralf Schwei­ckert etwa 20 Gäs­te begrü­ßen, die sich über das The­ma „Sozia­ler Woh­nungs­bau – Ursa­chen der Woh­nungs­not – Lösungs­we­ge“ infor­mie­ren woll­ten.

Zum Ein­stieg in das The­ma stell­te Schwei­ckert zunächst die Geschich­te des sozia­len Woh­nungs­baus seit dem II. Welt­krieg und die damit ver­bun­de­ne akti­ve Woh­nungs­po­li­tik dar. Mit dem Drei-Säulen-Prinzip der aktu­el­len Woh­nungs­bau­för­de­rung, der Objekt­för­de­rung, Sub­jekt­för­de­rung und dem sozia­len Schutz wur­den unter­schied­li­chen Mög­lich­kei­ten auf­ge­zeigt.

Anschlie­ßend ging er auf die Ursa­chen der Woh­nungs­not der letz­ten Jah­re ein. Nach der Wie­der­ver­ei­ni­gung erleb­ten wirt­schaft­lich dyna­mi­sche Regio­nen eine star­ke inner­deut­sche Zuwan­de­rung. Auch für die Spät­aus­sied­ler aus Ost­eu­ro­pa muss­te Wohn­raum geschaf­fen wer­den. Zuletzt geriet der Woh­nungs­markt durch die aktu­el­le Flücht­lings­wel­le unter Druck. Ver­schär­fend wirkt sich bei den vom Bund gewähr­ten Aus­gleichs­zah­lun­gen an die Län­der der Weg­fall der Zweck­bin­dung für die Wohn­raum­för­de­rung aus. Hin­zu kom­men wei­te­re preis­trei­ben­de Fak­to­ren wie z. B. stren­ge­re gesetz­li­che Vor­ga­ben bei Bau­vor­ha­ben.

Der Vor­trag wur­de mit vie­len aktu­el­len Zah­len aus den ver­schie­dens­ten Quel­len unter­legt, die chro­nisch auf­ge­ar­bei­tet wur­den. Beson­de­re Beach­tung fand dabei auch die Situa­ti­on im Kreis Berg­stra­ße und in der Stadt Hep­pen­heim.

Schließ­lich wur­den alter­na­ti­ve Lösungs­we­ge am Bei­spiel unse­rer EU-Nachbarn vor­ge­stellt. Denk­bar wären eine Ver­ein­fa­chung und Beschleu­ni­gung des Bau­rechts, höhe­re Zuschüs­se für Bau­wil­li­ge, die Auf­sto­ckung von Wohn­ge­bäu­den sowie eine ver­stärk­te Alt­be­stands­sa­nie­rung. Dabei wur­den auch die Posi­tio­nen der AfD zum The­ma Woh­nungs­bau aus dem 2016 ver­ab­schie­de­ten Grund­satz­pro­gramm vor­ge­stellt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.