Bauvorhaben Bürgerhaus und Haus am Markt und Anträge zur Reduzierung der Grundsteuer B sowie Streichung der Straßenbeiträge für Anlieger

Die Stadt­frak­ti­on der Alter­na­ti­ve für Deutsch­land (AfD) trifft sich zu ihrer regel­mä­ßi­gen Frak­ti­ons­sit­zung am kom­men­den Diens­tag, 15.05.2018, in ihrer Geschäfts­stel­le. Erneut wer­den die strit­ti­gen Bau­vor­ha­ben des Magis­trats für das Haus am Markt wie des Bür­ger­hau­ses bera­ten. Beson­ders kri­tisch sieht die AfD-Fraktion die „Schwin­del erre­gen­den und aus­ufern­den Inves­ti­ti­ons­kos­ten“, wie der stell­ver­tre­ten­de Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Rolf Kahnt aus Bens­heim erneut bestä­tigt. „Sowohl die Sanie­rung des Bür­ger­hau­ses und Abriss und Neu­bau des Hau­ses am Markt kos­ten fast 20 Mil­lio­nen Euro, das sind unver­ant­wort­li­che Grö­ßen­ord­nun­gen, die dem Steu­er­zah­ler zusätz­li­che Schul­den­las­ten für vie­le Jah­re auf­bür­den“, begrün­det Kahnt sei­ne ableh­nen­de Hal­tung. Er habe zudem berech­tig­te, gro­ße Zwei­fel, ob sich die­se Inves­ti­tio­nen über­haupt rech­ne­ten.

„Wir sehen an unse­rer grund­sätz­li­chen Kri­tik am Vor­ge­hen des Magis­trats und der Koali­ti­on bei bei­den Bau­vor­ha­ben wie­der ein­mal sehr deut­lich, die Stadt Bens­heim hat kein Ein­nah­me­pro­blem, dafür seit Jah­ren aber ein Aus­ga­ben­pro­blem“, fährt Kahnt fort. Die der­zeit spru­deln­den Steu­er­ein­nah­men wür­den zudem für ein auch in der Bevöl­ke­rung Bens­heims nicht akzep­tier­tes Pres­ti­ge­ob­jekt am Markt „aus dem Fens­ter geschleu­dert“, so Kahnt, der für die kom­men­den Land­tags­wah­len auch in sei­ner Hei­mat­stadt Bens­heim kan­di­diert. Die AfD-Stadtfraktion leh­ne alle bis­he­ri­gen Ent­wür­fe für den Neu­bau eines Hau­ses am Markt ab: „Kei­ner davon ist gelun­gen und passt auch nicht in das Gesamt­bild des Mark­tes“. Die AfD-Stadtfraktion spre­che sich daher nur für einen Abriss des jet­zi­gen Hau­ses am Markt aus und zwar „mit frei­em Blick auf die christ­li­che Kir­che St. Georg“, das wür­de der Kir­che und dem Platz ins­ge­samt sei­ne Wür­de wie­der her­stel­len, und wei­te­re Gas­tro­no­mie­be­trie­be benö­ti­ge man kei­ne, es sei­en bereits in der unte­ren Fuß­gän­ger­zo­ne genü­gend vor­han­den.

Wie die AfD-Stadtfraktion fer­ner mit­teilt, wer­de sich die nächs­te Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung am Don­ners­tag, 17.05.2018, mit zwei AfD-Anträgen befas­sen müs­sen. „Wir for­dern, die Stra­ßen­bei­trä­ge für Anlie­ger zu strei­chen“, so Kahnts Kol­le­ge, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Dr. Erwin Schus­ter. Mit der im Wies­ba­de­ner Land­tag geplan­ten Neu­re­ge­lung wer­de die Pflicht der Kom­mu­nen ent­fal­len, Stra­ßen­bei­trä­ge zu erhe­ben. „In Zukunft kön­nen die Kom­mu­nen frei ent­schei­den, ob sie Anwoh­ner an der Finan­zie­rung von Stra­ßen­sa­nie­rung und Stra­ßen­neu­bau­ten betei­li­gen wol­len“, so das Bens­hei­mer Füh­rungs­duo Schus­ter und Kahnt uni­so­no. Die AfD-Fraktion for­de­re die Stadt­ver­ord­ne­ten­ver­samm­lung auf, die neu geschaf­fe­ne Ent­schei­dungs­frei­heit zu nut­zen und Anlie­ger von Stra­ßen­bei­trä­gen frei­zu­stel­len. Schus­ter und Kahnt befürch­ten jedoch, nur weil der Antrag von der AfD kom­me, dass die Koali­ti­on – wie üblich – die Stim­men der Oppo­si­ti­on miss­ach­te.

Der zwei­te Antrag der AfD-Fraktion for­de­re, die Hebe­sät­ze zur Berech­nung der Grund­steu­er B auf das Niveau des Jah­res 2011 zu redu­zie­ren. Schus­ter und Kahnt bekla­gen, dass Grund­stücks­ei­gen­tü­mer und Mie­ter durch die wie­der­hol­ten Erhö­hun­gen der Grund­steu­er finan­zi­ell stark belas­tet wor­den sind. In den letz­ten Jah­ren hät­ten vie­le Gemein­den ihre Hebe­sät­ze dras­tisch erhöht. Auch in Bens­heim sei die Steu­er mit der Erhö­hung der Hebe­sät­ze, die bis 2011 260 % betru­gen, im Jahr 2012 auf 295 %, im Jahr 2014 auf 320 % erhöht wor­den sind und seit 2015 480 % betra­gen, dra­ma­tisch ange­stie­gen. Das führ­te und führt zu erheb­li­chen Belas­tun­gen für alle. „Wir wol­len Grund­stücks­ei­gen­tü­mer und Mie­ter steu­er­lich ent­las­ten“, appel­lie­ren Schus­ter und Kahnt. Die miss­li­che Ent­wick­lung ver­schär­fe nur den ohne­hin gro­ßen Man­gel an preis­wer­tem Wohn­raum, um den sich mitt­ler­wei­le deut­sche Bedürf­ti­ge und ille­ga­le Migran­ten gegen­sei­tig Kon­kur­renz mach­ten. Die Redu­zie­rung der Grund­steu­er B, so beto­nen Schus­ter und Kahnt, wür­de zur finan­zi­el­len Ent­las­tung gebeu­tel­ter Eigen­tü­mer füh­ren und wür­de zu Inves­ti­tio­nen in die Sanie­rung und Instand­hal­tung von Wohn­raum genutzt wer­den.

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