AfD Bürstadt befürwortet Erhaltung der Tribüne im Robert-Kölsch-Stadion

Robert Kölsch würde sich im Grabe herumdrehen, wüsste er vom Vorhaben der schwarz-gelben Koalitionäre, unterstützt von Siegls SPD. Die Tribüne im Stadion, das den Namen jenes Mäzens und Fußballfreundes trägt, soll dem Erdboden gleich gemacht werden.

Unvergessen sind die Fußballfeste, die von jener Tribüne aus bestaunt werden konnten. Die Duelle gegen Hessen Kassel, Kickers Offenbach, Darmstadt 98 oder den 1. FC Nürnberg sind Fußballgeschichte, legendär das Aufstiegsspiel gegen den TSV 1860 München, das 7:2 gegen den MSV Duisburg erzeugt beim Erzählen leuchtende Augen bei jungen Fußballfreunden. Vertreter von CDU und SPD sonnten sich einst im Erfolg des VfR auf der Tribüne, die sie jetzt abreißen wollen – mit Freikarten ausgestattet, selbstverständlich.

Aber es soll alternativlos sein. Schließlich hat ein eigens dafür engagierter Gutachter aus Mannheim das bestätigt, wofür er bezahlt wird: Der Abriss sei billig, die Erhaltung der Tribüne hingegen unbezahlbar. Der Entschluss zum Abriss stand ohne jeden Zweifel bereits fest, bevor ein Gutachter beauftragt wurde. Dem VfR sind leider die Hände gebunden, schließlich kam die Stadt in einer Notlage des Vereins an das bis dahin vereinseigene Gelände.

Die Art und Weise, wie über die Köpfe der Bürger hinweg Bürstadt seiner Identität beraubt wird, ist beschämend. Man denke nur an das Vorgehen in Sachen Messplatzbebauung in Bobstadt, die „Umgestaltung“ des Bahnhofsgeländes oder den geplanten Abriss des Raiffeisenturmes. Die Anwohner des Turnvater-Jahn-Platzes blieben bisher noch verschont.

Statt die Bürger ernst zu nehmen, will eine kleine Gruppe mit Hang zum Narzissmus (krankhafte Selbstverliebtheit) die Stadt nach ihrem Gutdünken umbauen. Wer inspiriert die Koalitionäre bei nicht vorhandener Opposition? Kaiser Nero oder Albert Speer?

Ach ja – das Eingangstor des VfR-Stadions darf stehen bleiben. Wie großzügig.

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