AfD Bürstadt bezieht Stellung zum Projekt „Urbane Stadt“

„Der Raiffeisen-Turm wird abge­ris­sen“ – so titel­te die Bür­städ­ter Zei­tung vor ein paar Jah­ren in einer Aus­ga­be zum 1. April. Die Schlag­zei­le ent­pupp­te sich als April­scherz, und die wenigs­ten Leser hiel­ten es damals für mög­lich, dass eines der Wahr­zei­chens der Stadt dem Erd­bo­den gleich gemacht wür­de.

Wie aus einem April­scherz Rea­li­tät wer­den kann, wol­len nun­mehr die schwarz-gelben Stadt­ko­ali­tio­nä­re zei­gen. Ein „urba­nes Gebiet“ soll ent­ste­hen. Wäh­rend bezahl­ba­rer Wohn­raum immer knap­per wird und der sozia­le Woh­nungs­bau am Boden liegt, soll nun­mehr eine hoch­prei­si­ge Wohn- und Geschäfts­be­bau­ung erfol­gen. Die Inves­to­ren rei­ben sich sicher­lich schon die Hän­de. Ver­mut­lich wur­den bereits Gesprä­che geführt, und die (aus­wär­ti­gen) Fir­men, die von den Koali­tio­nä­ren seit Jah­ren immer und ger­ne bedient wer­den, dür­fen sich auf sat­te Gewin­ne freu­en. Die Bau­nut­zungs­ver­ord­nung (BauN­VO) sieht als mög­li­che Nut­zung eines urba­nen Gebie­tes auch „kirch­li­che und kul­tu­rel­le“ Zwe­cke vor. Nicht aus­zu­schlie­ßen ist, dass hier nicht­christ­li­che Glau­bens­ge­mein­schaf­ten ihren Platz fin­den wer­den.

Damit ein­her­ge­hen­de Lärm­be­läs­ti­gun­gen müs­sen in die­sem Gebiet hin­ge­nom­men wer­den, lie­gen doch laut Herrn Eber­le (CDU) die Richt­wer­te für Lärm­im­mis­sio­nen um drei Dezi­bel höher als in Misch­ge­bie­ten.

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