Verschweigen hat System

14.02.2018 — Die Bür­ger wer­den sich noch an die Sil­ves­ter­nacht 2015 in Köln und andern­orts erin­nern. Fried­lich soll sie gewe­sen sein, ohne beson­de­re Vor­komm­nis­se, zumin­dest laut Poli­zei­an­ga­ben. Erst Tage spä­ter wur­den hun­der­te sexu­el­le Über­grif­fe, meist began­gen von Nord­afri­ka­nern, Kör­per­ver­let­zun­gen, Raub- und Dieb­stahls­de­lik­te bekannt. Erst als der Druck, den Bür­ger über sozia­le Medi­en aus­ge­übt haben, so groß wur­de, dass sich die Vor­fäl­le nicht mehr ver­heim­li­chen lie­ßen, haben die zustän­di­gen Poli­zei­stel­len über die­se Ver­bre­chen berich­tet. Dabei ist die Poli­zei hier selbst nur Opfer der Vor­ga­ben über­ge­ord­ne­ter Stel­len. Laut Aus­sa­gen von Rai­ner Wendt von der Deut­schen Poli­zei­ge­werk­schaft wer­den etwa die Eth­ni­en von Tat­ver­däch­ti­gen von den Poli­zei­stel­len nur zurück­hal­tend genannt, um nicht irgend­wel­che rech­ten Res­sen­ti­ments zu bedie­nen.

Die Mes­ser­at­ta­cke von Bür­stadt am ver­gan­ge­nen Sil­ves­ter­abend wur­de eben­so über sozia­le Medi­en (Facebook-Seite der AfD Bür­stadt) bekannt. Wie zu lesen war, hat­te die Poli­zei beson­de­re Vor­komm­nis­se am Sil­ves­ter­abend selbst auf expli­zi­te Nach­fra­ge der Pres­se gegen­über ver­neint. Nun zu behaup­ten, man wäre sechs Wochen nach dem Vor­fall wegen der „dif­fu­sen Gemenge­la­ge“ nicht in der Lage gewe­sen, die Öffent­lich­keit zu infor­mie­ren, ist lächer­lich und skan­da­lös glei­cher­ma­ßen.

Nicht nach­voll­zieh­bar ist fer­ner der Ver­such, das Vor­komm­nis als Ran­ge­lei riva­li­sie­ren­der Jugend­grup­pen dar­zu­stel­len. Die eine soge­nann­te „Grup­pe“ bestand aus zwei sieb­zehn­jäh­ri­gen Jun­gen aus Bür­stadt. Auf der ande­ren Sei­te han­del­te es sich um eine grö­ße­re Zahl von Asyl­be­wer­bern.

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