Offener Brief an den Eintracht-Präsidenten

29. Dezem­ber 2017

Sehr geehr­ter Herr Prä­si­dent Fischer,

als begeis­ter­ter Fuß­ball­fan und gebür­ti­ger Hes­se drü­cke ich der Ein­tracht an vie­len Wochen­en­den die Dau­men. Die Ein­tracht spielt bis­lang eine sehr gute Sai­son. Was wohl dar­an lie­gen mag, dass sich die „Macher“ auf das kon­zen­trie­ren, wofür sie auch geholt wor­den sind.

Für sol­che unqua­li­fi­zier­ten Aus­sa­gen jedoch in der Öffent­lich­keit, Herr Fischer, sind Sie nicht zum Prä­si­den­ten ernannt wor­den. Sie spie­len damit nicht erst­klas­sig, son­dern weit unter­klas­sig. Mit der Tak­tik ver­gan­ge­ner Dik­ta­tu­ren, auf die Sie ja mit „brau­ne Brut“ anspie­len, wer­den Sie kei­nen Erfolg haben lang­fris­tig. Kein schö­ner Spiel­zug, fast 30.000 AfD-Mitglieder und 5,9 Mil­lio­nen AfD-Wähler poten­zi­ell aus­gren­zen zu wol­len. Ihre Akti­on ist bes­ten­falls ein gro­bes Foul­spiel und soll­te einen län­ge­ren Platz­ver­weis nach sich zie­hen.

Sie selbst mögen es ja nicht, wenn die Ein­tracht pau­schal wegen Tei­len ihrer „Fans“ zu hohen Geld­stra­fen oder Sank­tio­nen ver­don­nert wird. Sie jedoch sind kei­nes­wegs bes­ser, wol­len sogar gezielt aus­gren­zen, Ihr Demo­kra­tie­ver­ständ­nis lässt sehr zu wün­schen übrig.

Als Fuß­ball­fan und, ja, auch als AfD-Mitglied las­se ich mich nicht von Ihnen als „brau­ne Brut“ oder als etwas ande­res in die­se Rich­tung bezeich­nen! Sie sind in mei­nen Augen eine Schan­de für die Demo­kra­tie und den Leis­tungs­sport hier­zu­lan­de!

Aber, Herr Fischer, Sie wer­den sich kaum ändern. Es ist eben viel ein­fa­cher, die Fah­ne nach dem Wind zu dre­hen. Eigent­lich soll­te ein Mann in so einer Posi­ti­on, in so einem gro­ßen Tra­di­ti­ons­ver­ein, wesent­lich bes­ser infor­miert sein über das Grund­satz­pro­gramm der dritt­stärks­ten poli­ti­schen Par­tei im Bun­des­tag.

Viel­leicht aber soll­ten Sie wei­ter so machen, ich kann Ihnen ver­si­chern, unter den Eintracht-Anhängern befin­den sich mehr AfD-Wähler, als Ihnen lieb ist. Und sicher­lich auch unter den Poli­zis­ten, die Fan­la­ger, Sta­di­en oder ande­re öffent­li­che Ver­an­stal­tun­gen beschüt­zen sol­len an den Wochen­en­den. Denn das sind meis­tens die­je­ni­gen, die die­se Poli­tik tag­täg­lich zu spü­ren bekom­men und die AfD als ein­zi­ge Chan­ce sehen, damit sich hier­zu­lan­de etwas ändert. Dann müs­sen Sie aber auch kon­se­quent sein und auch jene Poli­zis­ten über­prü­fen und aus­schlie­ßen. Als Ersatz für die Poli­zei wür­de ich Ihnen die Anti­fa emp­feh­len, gel­ten zwar als arbeits­scheu, dürf­ten jedoch Ihrem demo­kra­ti­schen Ver­ständ­nis sehr nahe kom­men.

Für mich bleibt nur zu sagen: Kla­rer Platz­ver­weis! Und ganz ohne Video­be­weis!

Mit freund­li­chen Grü­ßen

Ste­fan Adler

Schatz­meis­ter des AfD-Ortsverbandes Viern­heim

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