AfD Viernheim bei PEGIDA in Dresden

31.10.2017 — Über PEGI­DA kann man den­ken, wie man will. Trotz­dem soll­te man sich selbst ein Bild davon machen. Das geht am bes­ten direkt vor Ort. Anläss­lich des 3. Geburts­tags von PEGI­DA eine will­kom­me­ne Gele­gen­heit hin­zu­fah­ren.

Unter den zahl­rei­chen Gast­red­nern waren u. a.: Mar­tin Sell­ner (IB / Öster­reich), Götz Kubit­schek (Sachsen-Anhalt) und Jür­gen Elsäs­ser vom COMPACT-Magazin. Auch Abge­ord­ne­te von der AfD haben kur­ze Gruß­wor­te gehal­ten. Der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Jens Mai­er war der Bekann­tes­te aus den Rei­hen der AfD. Mode­riert wur­de das Gan­ze natür­lich von Lutz Bach­mann.

Gestar­tet sind wir früh­mor­gens um 07:30 Uhr in Bür­stadt. Die Ver­an­stal­tung soll­te gegen 16 Uhr begin­nen; wir hat­ten also genug Zeit ein­ge­plant, die wir dann aber auch brauch­ten. Als wir nur noch rund 35 km vor Dres­den waren, gerie­ten wir in einen gro­ßen Stau. Grund dafür war ein LKW-Unfall. Den­noch kamen wir recht­zei­tig gegen 15:45 Uhr auf dem Thea­ter­platz an.

Mit 3.500 Anhän­gern war der Platz schluss­end­lich voll. Wegen Pro­ble­men mit der Laut­spre­cher­tech­nik ver­zö­ger­te sich der Beginn der Ver­an­stal­tung. Götz Kubit­schek star­te­te als ers­ter Red­ner und sprach zunächst ohne Ver­stär­ker vom Sockel eines Rei­ter­denk­mals zu den Demons­tran­ten.

Besondere Aktion

Kubit­schek und Sell­ner ver­stei­ger­ten fünf Pflas­ter­stei­ne, die bei einem links­ex­tre­mis­ti­schen Anschlag auf ein Haus­pro­jekt der „Iden­ti­tä­ren Bewe­gung“ in Hal­le an der Saa­le gewor­fen wor­den waren. Die fünf „Edel­stei­ne“ wur­den für ins­ge­samt 850 Euro ver­stei­gert.

Als die Tech­nik­pro­ble­me beho­ben waren, began­nen alle Red­ner nach­ein­an­der mit ihren Vor­trä­gen.

Mein Ein­druck von PEGI­DA war recht posi­tiv. Kei­ne Nazis oder bös­ar­ti­ge Ras­sis­ten, dafür aber vie­le ein­fa­che Men­schen, die schon län­ger bei PEGI­DA mit­lau­fen und PEGI­DA als Platt­form wahr­neh­men, um fried­lich ein Zei­chen gegen die aktu­el­le Poli­tik zu set­zen. Inter­es­san­te Gesprä­che und Kon­tak­te mit dem KV Dres­den konn­ten geknüpft wer­den. Man ist sich einig, Ver­net­zen und Zusam­men­halt wird Tag für Tag wich­ti­ger.

Mit eini­gen Rede­pas­sa­gen hat­te ich den­noch Pro­ble­me. Die Wort­wahl war nicht immer die bes­te, und manch­mal kam der Rede­bei­trag auch ein­fach zu stumpf­sin­nig rüber. Dar­an soll­te man noch unbe­dingt arbei­ten. Ansons­ten kaum erkenn­ba­re Unter­schie­de zu AfD-Veranstaltungen.

Der Gegen­pro­test von Lin­ken und den übli­chen Anhän­gern spiel­te kei­ne nen­nens­wer­te Rol­le. Deren Teil­neh­mer­zah­len waren mini­mal und wur­den von den Medi­en grö­ßer dar­ge­stellt, als sie wirk­lich waren.

Ein loh­nen­der Aus­flug nach Dres­den.

Bericht: Ste­fan Adler

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