AfD Bergstraße beklagt erhebliche Behinderungen beim Wahlkampf

Nach Mit­tei­lung des Kreis­ver­ban­des ist es in den ver­gan­ge­nen Tagen ver­mehrt zu zahl­rei­chen und mut­wil­li­gen Pla­kat­ent­wen­dun­gen und Pla­katz­er­stö­run­gen sei­ner in Städ­ten und Gemein­den der Berg­stra­ße ange­brach­ten Wahl­pla­ka­te für die Bun­des­tags­wah­len gekom­men. „Nach Rück­mel­dung der Orts­ver­bän­de bekla­gen wir bereits den Ver­lust von Wahl­pla­ka­ten im drei­stel­li­gen Bereich“, so Kreis­spre­cher Rolf Kahnt, „wir wer­den die­se straf­be­wehr­ten Vor­gän­ge nicht klag­los hin­neh­men“. Jede Ent­wen­dung oder Zer­stö­rung von Wahl­pla­ka­ten, die den Straf­tat­be­stand des Dieb­stahls und der Sach­be­schä­di­gung frem­den Eigen­tums erfüll­ten, wer­de man poli­zei­lich zur Anzei­ge brin­gen. Sach­dien­li­che Hin­wei­se aus der Bevöl­ke­rung, die zur Fest­stel­lung der Täter führ­ten, neh­me der Kreis­ver­band gern ent­ge­gen.

Der Kreis­ver­band sieht sich zusätz­lich auf ande­rem Gebiet als Opfer bekla­gens­wer­ter Maß­nah­men, wie etwa die breit wahr­nehm­ba­re Unter­las­sung, Räum­lich­kei­ten an die Par­tei zu ver­ge­ben. Der Kreis­ver­band weist nach­drück­lich dar­auf hin, dass Gast­stät­ten bereits seit Mona­ten unter oft faden­schei­ni­gen Grün­den weder ihm selbst noch sei­nen bei­den Frak­tio­nen Räu­me zur Ver­fü­gung stell­ten. Hin­ge­gen beher­berg­ten Gast­stät­ten gleich­wohl ande­re Par­tei­en an der Berg­stra­ße. Hier dür­fe es, so der Kreis­ver­band, kei­ne Unter­schei­dung geben, wol­le man nicht mora­lisch gegen Prin­zi­pi­en des Gleich­heits­grund­sat­zes zuge­las­se­ner demo­kra­ti­scher Par­tei­en ver­sto­ßen.

Dies­be­züg­lich habe es jüngst ein ekla­tan­tes Miss­ver­hält­nis gege­ben. Denn der Gemein­de­vor­stand Wald-Michelbachs wei­ger­te sich – nach erfolg­ter Anfra­ge des AfD-Ortsverbandes Überwald/Weschnitztal um eine Räum­lich­keit –, dem­sel­ben für eine geschlos­se­ne, nicht öffent­li­che Mit­glie­der­ver­samm­lung das Mehr­zweck­haus in Krei­dach zur Ver­fü­gung zu stel­len. Mit die­ser nicht nach­voll­zieh­ba­ren Ent­schei­dung sieht der Kreis­ver­band einen will­kür­li­chen und unde­mo­kra­ti­schen Akt gegen­über einer demo­kra­ti­schen Par­tei. Der­ar­ti­ge Aus­gren­zun­gen und Benach­tei­li­gun­gen sei­en unlau­te­re Mit­tel gegen­über einer Par­tei, die im lau­fen­den Bun­des­tags­wahl­kampf im Wett­be­werb mit ande­ren Par­tei­en ste­he und mit ihren Argu­men­ten Inter­es­sier­te und Sym­pa­thi­san­ten zu über­zeu­gen ver­su­che. Dazu benö­ti­ge man ent­spre­chen­de Räum­lich­kei­ten für Vor­trä­ge und Dis­kus­sio­nen.

Schließ­lich steht die Absa­ge des Gemein­de­vor­stan­des Wald-Michelbach nach Auf­fas­sung des Kreis­ver­ban­des im kras­sen Gegen­satz zu der noch kürz­lich durch den Wald-Michelbacher Bür­ger­meis­ter Dr. Weber hin­sicht­lich der AfD-Veranstaltung mit Dr. Gau­land so sou­ve­rän und respek­ta­bel vor­ge­tra­ge­nen Auf­fas­sung, selbst­ver­ständ­lich jeder demo­kra­ti­schen Par­tei Räum­lich­kei­ten – wie auch die Rudi-Wünzer-Halle – zur Ver­fü­gung zu stel­len. Die dies­be­züg­li­chen Pro­tes­te der LIN­KEN und links­ori­en­tier­ten Gewerk­schaf­ten lie­ßen bekannt­lich nicht lan­ge auf sich war­ten. Deren Selbst­ver­ständ­nis besteht offen­sicht­lich dar­in, ein Ver­samm­lungs­recht gel­te nur für sie selbst, Anders­den­ken­den wol­len sie es jedoch nicht zuge­ste­hen, so der Kreis­ver­band.

Erfreu­li­cher­wei­se habe sich Bür­ger­meis­ter Dr. Weber noch vor Wochen die­sem unde­mo­kra­ti­schen Druck wider­set­zen kön­nen. Mit der jüngs­ten Wei­ge­rung des Wald-Michelbacher Gemein­de­vor­stands, der AfD eine erneu­te, noch dazu viel klei­ne­re Räum­lich­keit zur Ver­fü­gung zu stel­len, scheint die Über­zeu­gungs­kraft des Bür­ger­meis­ters gegen­über sei­nem Gemein­de­vor­stand inner­halb kur­zer Zeit geschwun­den zu sein. Der Kreis­ver­band sieht sich daher ver­an­lasst, alle demo­kra­ti­schen Kräf­te an der Berg­stra­ße dazu auf­zu­ru­fen, mög­lichst rasch zu einem ent­spann­te­ren und sach­li­che­ren Ver­hält­nis gegen­über einer demo­kra­ti­schen Par­tei zurück­zu­keh­ren, damit es, selbst von Wahl­kampf­zei­ten abge­se­hen, zu kei­nen wei­te­ren bekla­gens­wer­ten Behin­de­run­gen und Aus­gren­zun­gen kom­men kann.

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