Bürger ernst nehmen

Das The­ma Mess­platz­be­bau­ung in Bob­stadt schlägt wei­ter hohe Wel­len. Mehr als 30 Wider­sprü­che sind mitt­ler­wei­le bei der Stadt Bür­stadt ein­ge­gan­gen. Wenn man die Pres­se in den letz­ten Mona­ten ver­folgt hat, fällt auf, dass es aus der Bür­ger­schaft kei­ne posi­ti­ve Stim­me in Sachen Bebau­ung gab. Ledig­lich aus Rei­hen der Kom­mu­nal­po­li­ti­ker und Par­tei­sol­da­ten wird das Pro­jekt gelobt und gar die ver­mes­se­ne Behaup­tung auf­ge­stellt, es gäbe eine Mehr­heit dafür. Lei­der spielt in unse­rem poli­ti­schen Sys­tem die direk­te Demo­kra­tie kaum eine Rol­le. Was spricht denn dage­gen, die Bob­städ­ter Bür­ger zu die­sem The­ma zu befra­gen?

Der Pro­test der Bür­ger ist mehr als nach­voll­zieh­bar:

Zuerst hieß es, es sol­le ein zwei­ge­schos­si­ges Gebäu­de erstellt wer­den, nun­mehr sind es drei Geschos­se und ein Staf­fel­ge­schoss, was in sei­ner Wir­kung einem vier­ten Geschoss gleich­kommt.

Ent­ge­gen der Pla­nun­gen, die der Öffent­lich­keit zugäng­lich gemacht wur­den, wird der Bau jetzt ver­brei­tert, da der Inves­tor plötz­lich die Exis­tenz von Grund­was­ser in Bob­stadt bemerkt haben will, was eine Unter­kel­le­rung unmög­lich machen soll. Da muss man sich doch die Fra­ge stel­len, wel­che Erfah­rung der Inves­tor eigent­lich mit­bringt ‐ oder war das gan­ze ein von vor­ne­her­ein abge­kar­te­tes Spiel?

Der Inves­tor hat in Bür­stadt offen­bar Nar­ren­frei­heit.

Die nun­mehr fest­ge­stell­te Fle­der­maus­po­pu­la­ti­on auf dem Gelän­de wird sei­tens der Poli­tik igno­riert.

Den Kom­mu­nal­po­li­ti­kern ist drin­gend anzu­ra­ten, die Bür­ger end­lich ernst zu neh­men und berech­tig­te Ein­wän­de zu akzep­tie­ren.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.