Outsourcing von Sicherheit:
„Es ist etwas ins Rutschen geraten“

AfD Lampertheim kritisiert die Beauftragung privater Sicherheitsdienstleister durch die Stadt Lampertheim

Die Stadt Lam­pert­heim hat den pri­va­ten Sicher­heits­dienst Pabst mit der „Bewa­chung und Kon­trol­le ver­schie­de­ner Punk­te in Lam­pert­heim“ beauf­tragt (Pres­se­mit­tei­lung der Stadt Lam­pert­heim Nr. 51/2017 vom 15. August 2017).

„Dass Bür­ger­meis­ter Stör­mer auf einen pri­va­ten Sicher­heits­dienst setzt, um die Sicher­heit an bestimm­ten Hot-Spots in Lam­pert­heim noch zu gewähr­leis­ten, ist schwer erträg­lich“, erklärt der Lam­pert­hei­mer AfD-Ortssprecher Oli­ver Schick. „Wäh­rend vie­le Poli­zei­be­am­te den zuneh­men­den Ein­satz von pri­va­ten Sicher­heits­diens­ten kri­tisch sehen, preist Stör­mer, der frü­her eben­falls Poli­zei­be­am­ter war, die­se Maß­nah­men nun als ‚Unter­stüt­zung‘ und ‚teil­wei­se Ent­las­tung‘ der städ­ti­schen Ord­nungs­be­am­ten an“, so Schick wei­ter.

Die Beauf­tra­gung pri­va­ter Sicher­heits­un­ter­neh­men zeigt nach Ansicht der AfD Lam­pert­heim deut­lich die Über­las­tung staat­li­cher und kom­mu­na­ler Stel­len, wenn es um die Sicher­heit der eige­nen Bür­ger geht. Die sich der­zeit rapi­de ver­schlech­tern­de Sicher­heits­la­ge in Deutsch­land wird nicht dau­er­haft vor Lam­pert­heim Halt machen. Einen Vor­ge­schmack gibt die poli­zei­li­che Kri­mi­nal­sta­tis­tik 2016, die Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Tho­mas de Mai­ziè­re mit den Wor­ten prä­sen­tier­te: „Es ist etwas ins Rut­schen gera­ten.“ Was er damit mein­te, ist in Bür­stadt schon ein­ge­tre­ten. Dort wur­de vor weni­gen Tagen eine Jog­ge­rin auf einem Feld­weg in Rich­tung Lam­pert­heim unver­mit­telt von einem Unbe­kann­ten ange­grif­fen und ver­letzt.

Die Ant­wort auf die­se beun­ru­hi­gen­den Ent­wick­lun­gen besteht nach Auf­fas­sung der AfD Lam­pert­heim nicht in einem „Out­sour­cing“ von Auf­ga­ben, für die man ohne Wenn und Aber ori­gi­när zustän­dig ist.

Für die Sicher­heit und Ord­nung in Lam­pert­heim sind Poli­zei und städ­ti­scher Ord­nungs­dienst, der ggf. per­so­nell ver­stärkt wer­den muss, zustän­dig und kei­ne pri­va­te Sicher­heits­diens­te. Eine wei­te­re Ver­schie­bung die­ser Auf­ga­ben über den frei­wil­li­gen Poli­zei­dienst hin­aus an nur schwer zu kon­trol­lie­ren­de pri­va­te Dienst­leis­ter ist weder ziel­füh­rend noch akzep­ta­bel.

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