Kurpfälzer Themenabend in der Kulturscheune

Zum Kur­pfäl­zer The­men­abend am 18. August 2017 konn­te die Viern­hei­mer AfD bei einer Rekord­teil­neh­mer­zahl von 70 Per­so­nen die Direkt­kan­di­da­ten Robert Schmidt (Mann­heim) und Dr. Mal­te Kauf­mann (Rhein-Neckar) begrü­ßen. Eben­so zu Gast waren Herr Rüdi­ger Klos, Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter aus Mann­heim sowie Oli­ver Schick und Moni­ca Epking vom neu gegrün­de­ten AfD-Ortsverband in Lam­pert­heim.

Der Viern­hei­mer Orts­spre­cher Klaus Hof­mann ging nach der Begrü­ßung auf eini­ge aktu­el­le The­men ein. So haben von den 2,5 Mio. offi­zi­ell Arbeits­lo­sen 43,1 % einen Migra­ti­ons­hin­ter­grund, in Hes­sen gar 57,7 %. Bei den sog. Auf­sto­ckern liegt der Migran­ten­an­teil in West­deutsch­land gar bei 59,5 %. Dies zeigt, dass selbst nach meh­re­ren Gene­ra­tio­nen die Inte­gra­ti­on der gro­ßen Migra­ti­ons­wel­len als geschei­tert ange­se­hen wer­den muss. Mit der maß­lo­sen Auf­nah­me von wei­te­ren Migran­ten wird nun der­sel­be Feh­ler in ver­schärf­ter Form wie­der­holt. Gera­de der Ein­wan­de­rung ins sozia­le Netz zum Scha­den der ein­hei­mi­schen Bevöl­ke­rung ist unter der gegen­wär­ti­gen Regie­rung Tür und Tor geöff­net: „Für aner­kann­te Asyl­be­wer­ber ist allein die Schutz­be­dürf­tig­keit das aus­schlag­ge­ben­de Kri­te­ri­um, so dass weder sozia­le noch wirt­schaft­li­che Aspek­te noch die Inte­gra­ti­ons­be­reit­schaft eine Rol­le spie­len“ (Zitat von Ans­gar Heve­ling, CDU, Innen­aus­schuss des Bun­des­ta­ges).

Daher for­dert die AfD:

  • Kei­ne Ein­wan­de­rung in das sozia­le Netz
  • Qua­li­fi­zie­rung von Ein­hei­mi­schen
  • Nicht den­sel­ben Feh­ler zwei­mal machen
  • Rück­ho­lung eige­ner Leis­tungs­trä­ger, die ins Aus­land aus­ge­wan­dert sind
  • Kei­ne Dis­kri­mi­nie­rung älte­rer deut­scher Arbeits­lo­ser Ü50

Der Medi­en­wis­sen­schaft­ler Micha­el Hal­ler hat mit der Uni Leip­zig und der Ham­burg Media School eine umfang­rei­che Stu­die und Ana­ly­se der Medi­en­be­richt­erstat­tung zur Flücht­lings­kri­se 2015 und 2016 erstellt. Der Befund der Stu­die ist für die Medi­en nicht schmei­chel­haft. Hal­ler gelingt es mit der Stu­die, erst­mals fak­ten­ba­siert her­zu­lei­ten, woher der all­ge­mein dia­gnos­ti­zier­te Bruch zwi­schen Publi­kum und Medi­en her­rüh­ren könn­te: Kon­for­mi­tät (Her­den­trieb), Ori­en­tie­rung an den (poli­ti­schen) Eli­ten, Bevor­mun­dung. All dies führt zum Ver­trau­ens­ver­lust. Er lenkt den Blick damit auf ein ganz grund­le­gen­des, struk­tu­rel­les Pro­blem der Medi­en­bran­che.

Der Mann­hei­mer Kreis­vor­sit­zen­de und Direkt­kan­di­dat für den Wahl­kreis Mann­heim Robert Schmidt erläu­tert zu Beginn sei­ner Rede die Zie­le und Ansprü­che, die die SPD in ihrem „Ham­bur­ger Pro­gramm“ von 2007 fest­ge­schrie­ben hat, um im Nach­fol­gen­den auf­zu­zei­gen, wie sehr sich die ehe­ma­li­ge Arbei­ter­par­tei von ihren Ansprü­chen und den Idea­len gro­ßer Par­tei­vor­sit­zen­der ent­fernt hat.

Noch nie sei­en in Deutsch­land so vie­le Men­schen in Leih­ar­beit gewe­sen, noch nie habe es so vie­le „Auf­sto­cker“ gege­ben. Über 10 % der Arbeit­neh­mer übe einen Zweit­job aus, für 5 Mio. Men­schen sei die gering­fü­gi­ge Tätig­keit die ein­zi­ge Ein­nah­me­quel­le. Anhand die­ser und vie­ler ande­rer Bei­spie­le über­führt er die Aus­sa­ge der Regie­rungs­er­klä­rung „Den Men­schen in Deutsch­land ging es noch nie so gut wie im Augen­blick“ als Ver­ken­nung der Tat­sa­chen.

Für die­sen Umstand macht er das Ver­hal­ten der SPD ver­ant­wort­lich und betont, dass von den ver­gan­ge­nen fünf Legis­la­tur­pe­ri­oden die SPD vier­mal an der Regie­rung betei­ligt war. Die SPD habe genug Zeit für Ände­run­gen gehabt, ihre jet­zi­gen Vor­ha­ben und Ver­spre­chen sei­en schlicht­weg unglaub­wür­dig. Den jet­zi­gen Aktio­nis­mus bezeich­ne­te er als unglaub­wür­dig und spann den Bogen zur Migra­ti­ons­po­li­tik der SPD, die durch eine Unter­stüt­zung der unge­brems­ten Migra­ti­on in den Sozi­al­staat die bestehen­den Pro­ble­me ver­viel­fa­che und nicht mehr im Inter­es­se Ihrer Stamm­wäh­ler hand­le, was er nicht mehr mit­tra­gen konn­te.

Anhand ent­lar­ven­der Zita­te demons­triert er, dass sich sei­ne ehe­ma­li­ge Par­tei inzwi­schen mei­len­weit von ihren Idea­len und sei­nen Über­zeu­gun­gen ent­fernt befän­de. Abschlie­ßend beton­te er, dass die AfD zwar nicht die neue Arbei­ter­par­tei sei. Die AfD sei hier­zu zu bür­ger­lich. Auf dem Weg zur Volks­par­tei sei es jedoch not­wen­dig, eine Inter­es­sen­ver­tre­tung für Arbeit­neh­mer zu bie­ten, und des­we­gen füh­le er sich in der AfD sehr wohl.

Dr. Mal­te Kauf­mann ergreift das Wort und bedankt sich zunächst bei der Poli­zei für den Schutz und deren Ein­satz für die Ver­samm­lungs­frei­heit. Er weist auf die sich anbah­nen­de zwei­te Migra­ti­ons­wel­le aus Afri­ka hin: Mil­lio­nen Men­schen sind auf dem Sprung nach Euro­pa, es sind rund 6,6 Mil­lio­nen. Euro­pa han­delt plan- und hilf­los. Hun­der­te Migran­ten stürm­ten jetzt gera­de in den letz­ten Tagen ille­gal nach Euro­pa, näm­lich in die spa­ni­sche Enkla­ve Ceu­ta, die an Marok­ko grenzt. Und das mit Stö­cken und mit Stei­nen. Es ist ein­fach unbe­greif­lich, dass als Beloh­nung für sol­che gewalt­sa­me Grenz­stür­mung den Ein­dring­lin­gen das Recht ein­ge­räumt wird, Asyl zu bean­tra­gen! Und in deut­schen Medi­en spricht man von „geglück­tem Grenz­über­tritt“ statt von ille­ga­ler Inva­si­on. Im Moment heißt das Pro­gramm: Der Stär­ke­re über­lebt. Allein die AfD ist es, die die­ses unmensch­li­che Sys­tem anpran­gert. Tau­sen­de ertrin­ken jäm­mer­lich im Mit­tel­meer, Schleu­ser ver­die­nen sich eine gol­de­ne Nase, Frau­en wer­den ver­ge­wal­tigt auf den Flucht­rou­ten. Den Flücht­lin­gen wird ein gol­de­nes Leben in Euro­pa ver­spro­chen. Mer­kel ist maß­geb­lich mit Schuld an die­ser Mise­re. Sie müss­te eigent­lich ein KLA­RES SIGNAL aus­sen­den: STOPP. „Eine Situa­ti­on wie 2015 darf sich nicht wie­der­ho­len“. Allein aus die­sem Grund brau­chen wir drin­gend ein Kor­rek­tiv im Bun­des­tag.

Dr. Kauf­mann war 14 Jah­re in der CDU aktiv, weil die CDU damals die Par­tei war, die sei­nen bürgerlich-konservativen Über­zeu­gun­gen am bes­ten ent­sprach. Doch in so vie­len Poli­tik­fel­dern wur­den kon­ser­va­ti­ve Grund­über­zeu­gun­gen ein­fach über Bord gewor­fen. Dr. Kauf­mann nennt zahl­rei­che Bei­spie­le:

  • die ideo­lo­gie­ge­trie­be­ne Kli­ma­ret­tungs­po­li­tik, die Pro­ble­me nicht löst, son­dern Ener­gie uner­träg­lich ver­teu­ert
  • die Euro-Rettungspolitik, die Euro­pa spal­tet und gan­ze Staa­ten ver­ar­men lässt
  • eine Gen­der­po­li­tik, die die Basis unse­res Gemein­we­sens, die Fami­lie, zer­stört
  • eine Euro­pa­po­li­tik, die die Inter­es­sen inter­na­tio­na­ler Mil­li­ar­den­kon­zer­ne bedient und auf die ver­schie­de­nen Kul­tu­ren und Tra­di­tio­nen der euro­päi­schen Völ­ker kei­ne Rück­sicht nimmt

Dr. Kauf­mann schließt mit der Bit­te mit­zu­hel­fen, damit die AfD am 24.9. mit einem star­ken Man­dat in den Deut­schen Bun­des­tag ein­zieht. Die AfD ist fest ent­schlos­sen, mit dem von den Bür­gern anver­trau­ten Man­dat in Ber­lin für unse­re Wer­te und für unse­re Hei­mat zu kämp­fen.

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