AfD teilt Kritik der Landwirte und Naturschützer!

Bereits im April die­ses Jah­res hat­te sich die AfD Bür­stadt gegen den Bau des Logis­tik­zen­trums im Nor­den Bür­stadts aus­ge­spro­chen. In einer frag­wür­di­gen Vor­ge­hens­wei­se wur­de einem Bens­hei­mer Inves­tor, der Dietz AG, die Ver­mark­tung des Gelän­des über­tra­gen. Nun­mehr wird ein rie­si­ges Logis­tik­cen­ter für die Ross­mann AG errich­tet. Die wei­te­re Aus­deh­nung des Gewer­be­ge­bie­tes „Am Brückels­gra­ben“ über die ursprüng­lich geplan­ten 16 Hekt­ar hin­aus ist völ­lig inak­zep­ta­bel. Auch die geplan­te Ost­um­ge­hung unter Anbin­dung der Lili­en­t­hal­stra­ße in Ried­ro­de zer­schnei­det Acker- und Natur­flä­chen und führt zu irrepa­ra­blen Schä­den.

Völ­lig zu recht kri­ti­sie­ren die Land­wir­te den Ver­lust wert­vol­ler Acker­flä­chen. Das Hes­si­sche Ried als Teil des Ober­rhein­gra­bens stellt einen der frucht­bars­ten Land­stri­che Deutsch­lands dar. Auf­grund des gemä­ßig­ten Kli­mas, der hohen Son­nen­schein­dau­er und des aus­rei­chen­den Was­ser­an­ge­bots eig­nen sich die Böden her­vor­ra­gend zur land­wirt­schaft­li­chen Nut­zung, ins­be­son­de­re Son­der­kul­tu­ren, Obst und Gemü­se gedei­hen präch­tig. Wei­te­rer Land­schafts­ver­brauch gefähr­det nicht nur die Exis­tenz der Land­wir­te, son­dern führt lang­fris­tig dazu, dass die hei­mi­sche Bevöl­ke­rung nicht mehr aus regio­na­ler Pro­duk­ti­on ernährt wer­den kann. Impor­te aus dem Aus­land machen abhän­gig und erpress­bar. Die Pro­duk­ti­ons­me­tho­den im Aus­land hin­ken viel­fach deut­schen Bestim­mun­gen, etwa beim Ein­satz von Pes­ti­zi­den und Her­bi­zi­den, hin­ter­her, was sich nega­tiv auf die Qua­li­tät der impor­tier­ten Nah­rungs­mit­tel und auf die Umwelt in den Erzeu­ger­staa­ten aus­wirkt.

Es ist zu befürch­ten, dass im neu­en Gewer­be­ge­biet wie­der ein Logis­tik­zen­trum nebst einer Beton­wüs­te für par­ken­de LKWs errich­tet wird. Im nahen Bib­lis und auch in Bie­bes­heim am Rhein kann sich jeder ein Bild von der Land­schafts­zer­stö­rung durch Logis­tik­un­ter­neh­men machen. Ver­mut­lich wird erneut die Dietz AG mit der Ver­mark­tung beauf­tragt. Nicht zum ers­ten Mal lau­fen die Ver­ant­wort­li­chen in der Bür­städ­ter Poli­tik ver­meint­li­chen Heils­brin­gern hin­ter­her. Man den­ke nur an das Fias­ko um die Bio­gas­an­la­ge und die Akti­vi­tä­ten eines ehe­ma­li­gen JU-Vorsitzenden in die­ser Ange­le­gen­heit. Die Bio­gas­an­la­ge stellt heu­te eine von der Poli­tik zu ver­ant­wor­ten­de Indus­trie­rui­ne dar. In Bür­stadt wer­den flei­ßig wei­te­re Super­märk­te aus dem Boden gestampft, wäh­rend z. B. das ehe­ma­li­ge Aldi-Gelände im Süden der Stadt seit Jah­ren unge­nutzt bleibt.

Die über­mä­ßi­ge Ansied­lung von Logis­tik­un­ter­neh­men und die geplan­te Orts­um­ge­hung „Nord-Ost“ machen Bür­stadt als Wohn­ort immer weni­ger attrak­tiv. So wer­den durch die geplan­te Tras­se neben den Fel­dern auch Rad- und Fuß­gän­ger­we­ge durch­schnit­ten. War Nah­erho­lung für Bür­städ­ter Bür­ger sowie­so schon spär­lich, so wird nun die Land­schaft im Nor­den Bür­stadts auch noch zer­stört. Einst war Bür­stadt im Nor­den und Wes­ten von Obst­fel­dern gesäumt – so man­cher Bür­städ­ter wird sich mit Weh­mut dar­an erin­nern.

Bürstädter Bürger, halten Sie die Augen offen und versuchen Sie mit Ihrem Protest, diesem Wahnsinn entgegenzuwirken!

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