AfD-Kreistagsfraktion: Ortsbesichtigung der Windräder im „Stillfüssel“ (Wald-Michelbach)

22.05.2017 — Die Kreis­tags­frak­ti­on der Alter­na­ti­ve für Deutsch­land (AfD) unter­nimmt am kom­men­den Sonn­tag­vor­mit­tag, 28.05.2017, eine Orts­be­sich­ti­gung der Wind­rä­der im „Still­füs­sel“ bei Wald-Michelbach. Wie Kreis­spre­cher und Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Rolf Kahnt aus Bens­heim mit­teilt, wer­den außer der Kreis­tags­frak­ti­on Mit­glie­der der AfD-Stadtfraktion Bens­heim sowie Mit­glie­der des AfD-Kreisverbandes Berg­stra­ße vor Ort anwe­send sein. Treff­punkt ist um 11:30 Uhr in Sie­dels­brunn am Park­platz der sysTelios-Klinik, Am Tan­nen­berg 17. Nach dem Abstel­len der Pkws tref­fen sich alle Teil­neh­mer in der Wein­hei­mer Str. 55 vor dem Gast­haus „Mor­gen­stern“, in wel­chem hin­ter­her Ein­kehr gemacht wird.

„Die Wind­an­la­gen im Still­füs­sel und anders­wo sind ein ener­gie­po­li­ti­scher Irr­weg und öko­lo­gisch und öko­no­misch kon­tra­pro­duk­tiv. Wir leh­nen den wei­te­ren Aus­bau von Wind­an­la­gen an der Berg­stra­ße ent­schie­den ab, denn er bringt mehr Scha­den als Nut­zen“, kri­ti­siert Kahnt. Wind­an­la­gen wür­den mas­siv das reiz­vol­le Land­schafts­bild im Oden­wald und Kul­tur­land­schaf­ten ins­ge­samt zer­stö­ren. Gin­ge es nach dem Kreis- und Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den, dürf­ten über­haupt kei­ne Wind­an­la­gen in Wäl­dern und Schutz­ge­bie­ten gebaut wer­den, da sie allein aus öko­lo­gi­scher Sicht Fau­na und Flo­ra gefähr­de­ten. Dass die GRÜ­NEN als ehe­ma­li­ge Par­tei für den Umwelt­schutz sowie der BUND sich für den Aus­bau von Wind­an­la­gen in unse­ren Wäl­dern her­ge­ge­ben haben, ist für Kahnt der Trep­pen­witz schlecht­hin. Auch Land­rat Chris­ti­an Engel­hardt betrei­be Augen­wi­sche­rei, als er kürz­lich behaup­te­te, wei­te­re Vor­rang­flä­chen für Wind­an­la­gen an der Berg­stra­ße abzu­leh­nen, schließ­lich gehö­re Engel­hardt der CDU Mer­kels an, die eine völ­lig über­stürz­te, soge­nann­te Ener­gie­wen­de als Ant­wort auf das durch einen Tsu­na­mi aus­ge­lös­te Reak­tor­un­glück von Fuku­shi­ma ein­lei­te­te, die den Steu­er­zah­ler ins­ge­samt 2 Bil­lio­nen Euro bis zum Jahr 2050 kos­te.

Auch aus öko­no­mi­scher Sicht müss­te „mit die­sem Wahn­sinn“ Schluss sein. Kahnt moniert, dass Wind­ge­schwin­dig­kei­ten in Hes­sen im Jah­res­mit­tel unter 6 m/s lägen, daher könn­ten Wind­an­la­gen effek­tiv nur 15 % ihrer Nenn­leis­tung errei­chen. Logi­scher­wei­se sei­en des­halb allen­falls weni­ge Stand­or­te, etwa in Küs­ten­nä­he, für Wind­rä­der geeig­net.

„Jeder weiß inzwi­schen, dass erzeug­ter Strom aus Wind­rä­dern ‚Flat­ter­strom‘ ist. Wenn der Wind nur mit hal­ber Geschwin­dig­keit weht, dann sinkt die elek­tri­sche Leis­tung auf ein Ach­tel, also auf 12,5 % ab“, erläu­tert Kahnt. Jeder wis­se inzwi­schen auch, dass Wind nicht ste­tig wehe. In Kon­se­quenz hei­ße das, die Leis­tung von Wind­rä­dern schwan­ke zwi­schen Null und Nenn­leis­tung, und Grund­las­ten lie­ßen sich damit über­haupt nicht bedie­nen. Öko­no­misch aber­wit­zig sei zudem, dass Wind- und Solar­an­la­gen mit außer­or­dent­lich hohen staat­li­chen Sub­ven­tio­nen durch die EEG-Umlage von jähr­lich mehr als 20 Mil­li­ar­den Euro sub­ven­tio­niert wür­den. „Ohne die­se hor­ren­den Sub­ven­tio­nen wür­de kein ver­nünf­ti­ger Unter­neh­mer auf die Idee kom­men, in Wind­an­la­gen zu inves­tie­ren“, kom­men­tiert Kahnt. Ver­gli­chen mit dem heu­te wirt­schaft­lichs­ten Kraft­werks­typ, den neu­es­ten Braun­koh­le­kraft­wer­ken, sei­en die Inves­ti­ti­ons­kos­ten für Wind­an­la­gen 20-mal so hoch. Ein­be­zo­gen sei dabei die gerin­ge effek­ti­ve Leis­tung von Wind­an­la­gen und die gerin­ge Lebens­dau­er von nur 20 Jah­ren.

Als wei­te­ren Grund gegen den Aus­bau von Wind­an­la­gen führt Kahnt die Spei­cher­pro­ble­me von erzeug­ter Ener­gie durch Wind­an­la­gen an. So sei der Bau von Pump­spei­chern aus topo­gra­phi­schen Grün­den nur in sehr gerin­gem Umfang mög­lich. Im Schwarz­wald habe man die­se Plä­ne schnell wie­der auf­ge­ge­ben. All die­se ver­nünf­ti­gen Grün­de gegen den Aus­bau von Wind­an­la­gen wür­den hart­nä­ckig igno­riert, so Kahnt. Er hof­fe, dass die Orts­be­sich­ti­gung der AfD-Kreistagsfraktion am kom­men­den Sonn­tag­vor­mit­tag zusätz­lich von mög­lichst vie­len Ein­hei­mi­schen und Geg­nern von Wind­an­la­gen per­so­nell unter­stützt wer­de.

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