Scheinheilig

Macht man den Roten und „Grü­nen“ ihre Pfrün­de strei­tig, ist Ärger vor­pro­gram­miert. So zu beob­ach­ten bei der jüngs­ten Sit­zung des Haupt- und Finanz­aus­schus­ses.

Die pein­li­che Erhö­hung der Sit­zungs­gel­der unmit­tel­bar nach der Kom­mu­nal­wahl ist noch nicht lan­ge her. Nun soll eine beschei­de­ne Kor­rek­tur die­ser Fehl­ent­wick­lung erfol­gen, indem einer­seits die Zahl der ver­gü­te­ten Frak­ti­ons­sit­zun­gen auf 20 Sit­zun­gen pro Jahr begrenzt und ande­rer­seits eine Staf­fe­lung der Ent­schä­di­gungs­zah­lun­gen ein­ge­führt wer­den soll.

Der Auf­schrei von Rot/Grün ließ nicht lan­ge auf sich war­ten. Mit Hän­den und Füßen wehrt man sich dage­gen, den steu­er­zah­len­den Bür­ger um ein paar Euro zu ent­las­ten, obwohl sich die SPD doch sonst ger­ne als Vor­kämp­fer für das All­ge­mein­wohl auf­spielt. Wie es die Roten auf Bun­des­ebe­ne vor­ma­chen, so tun es ihnen ihre Gefolgs­leu­te auf kom­mu­na­lem Ter­rain gleich. In einem klei­nen Ort nahe Saar­brü­cken lässt sich die von Abfin­dun­gen und Diä­ten finan­zier­te Pracht­vil­la des Neu-Linken und Alt-SPD-Vorsitzenden Lafon­tai­ne bewun­dern – von den Ein­hei­mi­schen spöt­tisch „Vil­la der sozia­len Gerech­tig­keit“ genannt. Die SPD-Politikerin Hohmann-Dennhardt kas­siert nach nur einem Jahr Arbeit im VW-Vorstand eine Mil­lio­nen­ab­fin­dung. Der Heils­brin­ger Schulz hat sich in Brüs­sel kräf­tig bedient und mimt nun heuch­le­risch den Anwalt der klei­nen Leu­te.

Die Rol­le der „Grü­nen“ in der Ent­schä­di­gungs­fra­ge ist beson­ders schein­hei­lig. Medi­en­wirk­sam stimm­te man zwar gegen die dama­li­ge Erhö­hung der Sit­zungs­gel­der, steckt die­se aber den­noch gern in die Tasche. Bei der nun in Aus­sicht gestell­ten Kor­rek­tur stellt sich vor allem der „Grü­ne“ Renz quer. Die Bür­ger wer­den sich ihren Teil den­ken.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.