Spielplatz Kettelerstraße

Die Erklä­rung der Frau Bür­ger­meis­ter zum Spiel­platz in der Ket­teler­stra­ße ist doch recht eigen­ar­tig.

In den ver­gan­ge­nen Jah­ren hat man die­sen Spiel­platz mehr und mehr ver­wahr­lo­sen las­sen und auch Spiel­ge­rä­te demon­tiert. Die gerin­ge Fre­quen­tie­rung des Spiel­plat­zes ist eine Fol­ge­wir­kung die­ser Poli­tik und muss nun als Recht­fer­ti­gung für den Ver­kauf her­hal­ten. Natür­lich ist es nicht ver­wun­der­lich, dass Kin­der und ins­be­son­de­re Eltern mit Klein­kin­dern einen Spiel­platz mei­den, der von Ziga­ret­ten­kip­pen und Glas­scher­ben über­sät ist. Wäre der Wil­le vor­han­den gewe­sen, hät­te man die­sen Spiel­platz durch ent­spre­chen­de Pfle­ge auf­wer­ten kön­nen.

Zu erwäh­nen ist natür­lich auch der neu­er­li­che Baum­fre­vel mit der Zer­stö­rung eines Jahr­zehn­te alten Baum­be­stan­des. In ande­ren Städ­ten wird über eine Baum­schutz­sat­zung ins­be­son­de­re der älte­re Baum­be­stand geschützt. So heißt es in der „Sat­zung über den Schutz von Bäu­men“ der Stadt Bens­heim: „Bäu­me sind wegen ihrer Schön­heit, Sel­ten­heit oder natür­li­chen Eigen­art, ihrer Bedeu­tung für das Orts­bild und den Umwelt­schutz, ins­be­son­de­re für das Klein­kli­ma und die Luft­rein­hal­tung sowie als Lebens­raum für Tie­re wesent­lich für die Lebens­qua­li­tät in der Stadt und des­halb zu schüt­zen“. Solan­ge noch die Mög­lich­keit besteht, soll­ten sich die Bür­städ­ter Bür­ger ein Bild vom Baum­be­stand am Spiel­platz Ket­teler­stra­ße machen!

Den Bür­gern ist nach wie vor nicht bekannt, zu wel­chem Preis das fast 2.200 qm gro­ße Gelän­de an den Bens­hei­mer Inves­tor ver­kauft wur­de. Ent­spre­chen­de Anfra­gen von Bür­gern beant­wor­tet die Ver­wal­tungs­che­fin nicht. Wir stel­len die­se Fra­ge daher noch­mals in aller Öffent­lich­keit, um Frau Scha­der die Gele­gen­heit zu geben, die in einer Demo­kra­tie übli­che Trans­pa­renz her­zu­stel­len.

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