AfD-Kreistagsfraktion positioniert sich zu Windanlagen

06.02.2017 — Am kom­men­den Don­ners­tag trifft sich die Kreis­tags­frak­ti­on der Alter­na­ti­ve für Deutsch­land (AfD) in ihrer Geschäfts­stel­le in Bens­heim, um über die geplan­ten Wind­an­la­gen im Kreis Berg­stra­ße zu bera­ten. Wie die AfD-Fraktion mit­teilt, wer­den dabei zahl­rei­che Gut­ach­ten von Wis­sen­schaft­lern und For­schungs­in­sti­tu­ten Gegen­stand einer kri­ti­schen Ana­ly­se und Bewer­tung von Wind­an­la­gen sein.

Die Frak­ti­on wird sich bei ihrer Sit­zung an zahl­rei­chen Fak­ten ori­en­tie­ren, wie sie sich bei der Betrach­tung aus öko­no­mi­scher, aus tech­ni­scher, aus öko­lo­gi­scher sowie aus Sicht des Land­schafts­ver­brauchs und des Schut­zes gegen­über Tier und Mensch infol­ge Lärms, Infra­schalls und Kör­per­schalls erge­ben. „Es ist ein Trep­pen­witz der Tech­nik­ge­schich­te“, wie Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Rolf Kahnt vor­ab äußert, „dass aus­ge­rech­net die Indus­trie­na­ti­on Deutsch­land die gesam­te Grundlast-Stromversorgung auf­ge­ben und sie durch soge­nann­te »Erneu­er­ba­re« erset­zen will“. Die zeit­wei­se völ­lig unzu­rei­chen­den natür­li­chen Ver­füg­bar­kei­ten bei der Ener­gie­ge­win­nung durch Wind­an­la­gen wür­den, so Kahnt, sich bereits aus den Daten der EEX-Strombörse in Leip­zig able­sen las­sen. Auch ein wei­te­rer Zubau wür­de natur­ge­setz­li­che Gege­ben­hei­ten nicht abhel­fen kön­nen.

Nach kürz­li­chen Berech­nun­gen der Uni­ver­si­tät Düs­sel­dorf wer­den sich die Gesamt­kos­ten der Ener­gie­wen­de bis im Jahr 2025 auf rund 520 Mil­li­ar­den Euro belau­fen. Die AfD-Fraktion kri­ti­sier­te bereits an ande­rer Stel­le, dass der hoch sub­ven­tio­nier­te Öko­strom hun­der­te von Mil­li­ar­den Euro ver­schlin­ge und damit eine vier­köp­fi­ge Fami­lie mit über 25.000 Euro für die soge­nann­te „Ener­gie­wen­de“ belas­ten wer­de. Der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de erin­nert dar­an, wie wei­land Umwelt­mi­nis­ter Peter Alt­mai­er (CDU), heu­ti­ger Kanz­ler­amts­mi­nis­ter, vor drei Jah­ren noch mit Hohn und Spott über­gos­sen wor­den sei, als er die Kos­ten der Ener­gie­wen­de bis zum Jahr 2030 auf eine Bil­li­on Euro bezif­fer­te. Das Ener­gie­wen­de­cha­os zah­le am Ende der Strom­ver­brau­cher, und dage­gen wür­de sich die AfD zum Anwalt derer machen, die auch den Wind­an­la­gen Ein­halt gebie­ten wol­len. „Wir leh­nen es ent­schie­den ab“, betont Rolf Kahnt, der auch AfD-Direktkandidat für den Deut­schen Bun­des­tag ist, „dass an unse­rer land­schaft­lich so schö­nen und reiz­vol­len Berg­stra­ße wei­te­re Wind­an­la­gen gebaut wer­den“. Sei­ne Frak­ti­on wür­de dem­nächst den Schul­ter­schluss zu Bür­ger­initia­ti­ven gegen die Wind­kraft suchen und beim Regie­rungs­prä­si­di­um ihren schar­fen Pro­test gegen den geplan­ten, wei­te­ren Zubau mit Wind­an­la­gen vor­tra­gen.

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