Parkanlage muss erhalten bleiben!

Bei einer Orts­be­ge­hung des Turnvater-Jahn-Platzes mach­ten sich der AfD-Kreistagsabgeordnete Her­mann Blüm und der Spre­cher des AfD-Ortsverbandes Alex­an­der Noll ein Bild von der dor­ti­gen Park­an­la­ge. Nach Über­zeu­gung der bei­den AfD-Politiker, die vom gesam­ten AfD-Ortsverband geteilt wird, muss der Park als inner­ört­li­che Natur­oa­se unbe­dingt erhal­ten blei­ben. Ins­be­son­de­re der Baum­be­stand mit der meh­re­re Jahr­zehn­te alten Zeder ver­dient beson­de­ren Schutz. Uner­klär­lich in die­sem Zusam­men­hang ist es, dass der Baum nicht bereits als beson­ders schüt­zens­wert ein­ge­stuft wur­de. Das gesam­te Are­al ist ein Rück­zugs­ge­biet für die eigens in unmit­tel­ba­rer Nähe ange­sie­del­ten Turm­fal­ken. Dass im Umwelt- und Stadt­ent­wick­lungs­aus­schuss auch die Grü­nen der Bebau­ung zustimm­ten, zeigt, wie weit sich die­se Par­tei von ihren eins­ti­gen Zie­len und Grund­sät­zen ent­fernt hat. Bür­stadt ist aus kurz­fris­ti­ger Pro­fit­gier dabei, sein Tafel­sil­ber zu ver­schleu­dern, um die Haus­hal­te zu schö­nen. Die­se Poli­tik wird zwangs­läu­fig an ihre Gren­zen sto­ßen.

Grund­sätz­lich ist ein Neu­bau für Wohn­grup­pen älte­rer und behin­der­ter Men­schen und das von der AWO geplan­te Begeg­nungs­zen­trum zu begrü­ßen. Dies darf jedoch nicht dazu füh­ren, dass die letz­te Park­an­la­ge im Zen­trum Bür­stadts zer­stört wird. Dass der gegen­über lie­gen­de Beet­ho­ven­platz bei der Stand­ort­su­che unbe­rück­sich­tigt blieb, legt die Ver­mu­tung nahe, dass die­ses Are­al bereits heim­lich, still und lei­se einem ande­ren Inves­tor zuge­schanzt wur­de – Hin­ter­zim­mer­po­li­tik hat Tra­di­ti­on in Bür­stadt!

Völ­lig unklar ist indes, ob der mehr­ge­schos­si­ge Neu­bau tat­säch­lich dau­er­haft, wie behaup­tet, für behin­der­te oder demen­te Men­schen zur Ver­fü­gung steht. Es ist nicht unwahr­schein­lich, dass sich die AWO nach lukra­ti­ve­ren und von der öffent­li­chen Hand geför­der­ten Nut­zungs­mög­lich­kei­ten umsieht und eine Nut­zungs­än­de­rung anstrebt. Wie der AWO-Bundesverband in einem The­sen­pa­pier schreibt, sol­len neu ankom­men­de „Flücht­lin­ge“ in „dezen­tra­len Woh­nun­gen unter­ge­bracht“ und nach Ablauf einer Frist die Opti­on erhal­ten, „die Woh­nun­gen im Rah­men eines nor­ma­len Miet­ver­hält­nis­ses zu über­neh­men“ (AWO-Bundesverband – Stand­punk­te 2012). Man darf also auf die wei­te­re Ent­wick­lung gespannt sein, soll­te die­ses Vor­ha­ben gegen alle Wider­stän­de tat­säch­lich durch­ge­zo­gen wer­den. Die AfD Bür­stadt wird der Zer­stö­rung des Parks nicht taten­los zuse­hen.

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