Gelungener Themenabend zur Familienpolitik

Die Viern­hei­mer AfD hat am Frei­tag, den 25.11.2016, einen The­men­abend zur Fami­li­en­po­li­tik durch­ge­führt und konn­te hier­zu rund 40 Teil­neh­mer begrü­ßen.

Der Lan­des­spre­cher Hes­sen und Kreis­spre­cher Berg­stra­ße, Herr Rolf Kahnt, begann mit einem Gruß­wort und beton­te die Wich­tig­keit der Arbeit der Orts­ver­bän­de, die die The­men und Ide­en der AfD vor Ort dar­stel­len und ins Volk tra­gen.

Dar­auf­hin über­nahm der Orts­spre­cher für Viern­heim, Herr Klaus Hof­mann, das Wort, das er zu einer Begrü­ßung der Refe­ren­tin, Frau Harder-Kühnel, und der Gäs­te nutz­te. Wei­ter­hin ver­wies er auf die aktu­el­le Pres­se­mit­tei­lung des Orts­ver­ban­des Viern­heim, in der die­ser eine wei­te­re Belas­tung der Bür­ger durch die kom­men­de Stra­ßen­bei­trags­sat­zung als nicht hin­nehm­bar bezeich­ne­te. Genug ist genug! Daher muss die Grund­steu­er par­al­lel zur Ein­füh­rung der Stra­ßen­bei­trags­sat­zung deut­lich gesenkt wer­den!

Zum The­ma Fami­li­en­po­li­tik kom­mend, lob­te Hof­mann zunächst die neue Vor­sit­zen­de der SPD Viern­heim, Frau Sil­ke Brau­ner, die nicht nur 50 % ihrer letz­ten SPD-Mitgliederversammlung am 29.10. der AfD gewid­met, son­dern nach ihrem eige­nen Bekun­den das Pro­gramm der AfD inten­siv gele­sen habe.

Die AfD bekennt sich zur tra­di­tio­nel­len Fami­lie als Leit­bild, die aus Vater, Mut­ter und Kin­dern besteht. Für Frau Brau­ner hat sich die AfD damit kom­plett aus der Lebens­wirk­lich­keit ent­zo­gen. Wie die­se Lebens­wirk­lich­keit denn aber in den Augen des Sahra-Wagenknecht-Fans Brau­ner aus­sieht, ließ sie offen. Die AfD in Viern­heim hat die­sen Impuls jeden­falls auf­ge­nom­men und sich inten­siv dem The­ma Fami­li­en­po­li­tik gewid­met.

Freund­li­cher­wei­se hat sich Frau Maria­na Harder-Kühnel, Rechts­an­wäl­tin und drei­fa­che Mut­ter, bereit erklärt, das fami­li­en­po­li­ti­sche Pro­gramm der AfD zu erläu­tern. Frau Harder-Kühnel ist hes­si­sche Ver­tre­te­rin im Bun­des­fach­aus­schuss 4 (Familie/Zuwanderung) und Spre­che­rin des Lan­des­fach­aus­schus­ses Fami­lie und wird die AfD als hes­si­sche Spit­zen­kan­di­da­tin in den Bun­des­tags­wahl­kampf füh­ren.

Der Arti­kel 6 des Grund­ge­set­zes¹ ist ein wich­ti­ger Eck­pfei­ler der Fami­li­en­po­li­tik, nur lei­der unter­schei­den sich Theo­rie und Pra­xis hier zu Las­ten der Fami­lie, begann Frau Harder-Kühnel. Das zeigt sich z. B. in der gerin­gen Erhö­hung des Kin­der­gelds um nur 2 Euro p. M. aus ver­meint­li­chem Geld­man­gel, wäh­ren allein der Bun­des­haus­halt für Flücht­lings­ver­sor­gung im Jah­re 2015 ca. 15 Mrd. Euro ein­ge­plant hat­te, bis 2020 sogar 90 Mrd. Euro.

Die tra­di­tio­nel­le Fami­lie ist die Lebens­grund­la­ge von 72 % aller Kin­der und damit anders als von Frau Brau­ner behaup­tet kei­nes­wegs aus der Wirk­lich­keit ver­schwun­den. Lei­der liegt die Gebur­ten­ra­te in Deutsch­land bei nur 1,4 Kin­dern pro Frau, ein Drit­tel aller Aka­de­mi­ke­rin­nen bekom­men über­haupt kei­ne Kin­der. In der Alte­rung der Gesell­schaft liegt Deutsch­land an zwei­ter Stel­le hin­ter Japan.

Japan ist laut Frau Harder-Kühnel das bes­te Bei­spiel, dass eine nied­ri­ge Gebur­ten­ra­te eben kein Grund für Mas­sen­ein­wan­de­rung ist. Japan meis­tert den mit der Alte­rung ver­bun­de­nen Struk­tur­wan­del mit Bra­vour, ohne sich durch unkon­trol­lier­te Mas­sen­ein­wan­de­rung mas­si­ve sozia­le Pro­ble­me auf­zu­la­den.

Zuwan­de­rung, gera­de ins Sozia­le Netz, löst die deut­sche Demo­gra­phie­kri­se nicht. Daher ist es das Ziel der AfD, statt Mas­sen­ein­wan­de­rung eine Will­kom­mens­kul­tur für Kin­der und für das Kin­der­krie­gen umzu­set­zen, um die Nach­tei­le für die grund­ge­setz­lich geschütz­te Fami­lie zu besei­ti­gen.

Ein wich­ti­ger Bau­stein ist die Ein­füh­rung des Fami­li­en­split­tings nach fran­zö­si­schen Vor­bild, was eine ech­te Hil­fe für Müt­ter aus der Mit­te der Gesell­schaft dar­stellt, den Druck zur dop­pel­ten Berufs­tä­tig­keit abbaut und eine ech­te Wahl­frei­heit ermög­licht. Unter­stützt wer­den muss dies mit Maß­nah­men zu einer Fle­xi­bi­li­sie­rung der Arbeits­zeit zuguns­ten der Fami­li­en.

Wich­tig ist eben­so ein Wer­te­wan­del zuguns­ten der Fami­lie, weg von einem oft­mals über­trie­be­nen Indi­vi­dua­lis­mus in einer wer­te­frei­en Spaß­ge­sell­schaft. 90 % der jun­gen Men­schen wol­len eine Fami­lie mit Kin­dern, jun­ge Frau­en stre­ben einen moder­nen, frei­en Femi­nis­mus an, in dem Arbeit und Mut­ter­sein kein Gegen­satz sein darf, in dem eine ech­te Wahl­frei­heit besteht und die Hausfrauen-Mutter nicht mehr dis­kri­mi­niert oder schief ange­se­hen wird.

Frau Harder-Kühnel ging im Wei­te­ren auf das sog. Gender-Mainstreaming ein. Nach die­ser Ideo­lo­gie ist das Geschlecht nichts Ange­bo­re­nes, son­dern nur aner­zo­gen und kann damit abge­legt und neu­de­fi­niert wer­den. In Face­book gibt es z. B. 63 Geschlech­ter, die man sich aus­su­chen kann. Die­se Ideo­lo­gie, die die Fami­lie fron­tal angreift, ist zumal ver­bun­den mit einer gera­de­zu kli­ni­schen Sexu­al­auf­klä­rung bereits für Klein­kin­der und wur­de von der schwarz-grünen hes­si­schen Lan­des­re­gie­rung gera­de zum Teil des Lehr­pla­nes für alle hes­si­schen Schü­ler gemacht. Eine sol­che extre­me Frühse­xua­li­sie­rung sogar schon von Grund­schul­kin­dern über­for­de­re die­se und set­ze sie unter Druck. Eine sol­che Poli­tik ist mit der AfD nicht zu machen, beton­te Frau Harder-Kühnel, die auch die an den Vor­trag anschlie­ßen­de Fra­ge­run­de sou­ve­rän meis­ter­te.

Unser Fazit: 1972 kleb­te die SPD zur dama­li­gen Bun­des­tags­wahl Pla­ka­te mit der Auf­schrift „Wir haben die bes­se­ren Män­ner“. Im Jah­re 2016 kann die AfD mit der Bun­des­spre­che­rin Frau Dr. Petry, der baden-württembergischen Spit­zen­kan­di­da­tin zur Bun­des­tags­wahl Frau Dr. Ali­ce Wei­del und nicht zuletzt mit Frau Harder-Kühnel voll Stolz sagen: Wir haben die bes­se­ren Frau­en!

* * *

¹Art. 6 Grund­ge­setz:

  1. Ehe und Fami­lie ste­hen unter dem beson­de­ren Schut­ze der staat­li­chen Ord­nung.
  2. Pfle­ge und Erzie­hung der Kin­der sind das natür­li­che Recht der Eltern und die zuvör­derst ihnen oblie­gen­de Pflicht. Über ihre Betä­ti­gung wacht die staat­li­che Gemein­schaft.
  3. Gegen den Wil­len der Erzie­hungs­be­rech­tig­ten dür­fen Kin­der nur auf Grund eines Geset­zes von der Fami­lie getrennt wer­den, wenn die Erzie­hungs­be­rech­tig­ten ver­sa­gen oder wenn die Kin­der aus ande­ren Grün­den zu ver­wahr­lo­sen dro­hen.
  4. Jede Mut­ter hat Anspruch auf den Schutz und die Für­sor­ge der Gemein­schaft.
  5. Den unehe­li­chen Kin­dern sind durch die Gesetz­ge­bung die glei­chen Bedin­gun­gen für ihre leib­li­che und see­li­sche Ent­wick­lung und ihre Stel­lung in der Gesell­schaft zu schaf­fen wie den ehe­li­chen Kin­dern.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.