Zur Bebauung des Messplatzes in Bobstadt

Die geplan­te Bebau­ung des Mess­plat­zes in Bob­stadt war Gesprächs­the­ma im AfD-Ortsverband. Auf den ers­ten Blick erscheint, so die AfD Bür­stadt, das Vor­ha­ben, betreu­tes Woh­nen im Zen­trum des Ortes zu rea­li­sie­ren, begrü­ßens­wert; dies im Hin­blick auf kur­ze Wege zu Ver­sor­gern, Gast­stät­ten, Apo­the­ken und Ärz­ten. Vor dem Hin­ter­grund jedoch, dass in Bob­stadt ent­spre­chen­de Ein­rich­tun­gen schlicht nicht oder nicht mehr vor­han­den sind, wird die­se Argu­men­ta­ti­on ad absur­dum geführt. Hin­ge­gen wer­den Spiel­mög­lich­kei­ten für Kin­der, ein inner­ört­li­cher Natur- und Erho­lungs­raum, der von vie­len Men­schen, ins­be­son­de­re Fami­li­en, geschätzt wird, unwie­der­bring­lich zer­stört, selbst wenn am Ende ein Minia­tur­spiel­platz im Schat­ten eines über 12 Meter hohen Gebäu­des übrig blei­ben soll­te. Die Belan­ge von Fami­li­en und Kin­dern spie­len in der Bür­städ­ter Poli­tik sowie­so eine unter­ge­ord­ne­te Rol­le, wie unlängst durch die mas­si­ve Erhö­hung der Kin­der­gar­ten­ge­büh­ren deut­lich wur­de.

War­um aber wird für die­ses Pro­jekt nicht ein ande­rer Stand­ort inner­halb Bob­stadts ins Auge gefasst? Wenn Herr Gött in sei­nem Leser­brief schreibt, der Inves­tor habe sich „bereit­er­klärt“, an die­sem Stand­ort betreu­tes Woh­nen zu rea­li­sie­ren, so klingt das so, als wür­de der Inves­tor aus Unei­gen­nüt­zig­keit her­aus han­deln. Dem Inves­tor geht es nicht um das Wohl der Bür­ger, son­dern dar­um, Gewin­ne zu erzie­len, was grund­sätz­lich legi­tim ist.

Dass aus den Rei­hen der Bür­städ­ter Poli­tik uni­so­no Zustim­mung signa­li­siert wird, ist bedau­er­lich. Die Gel­der aus dem Ver­kauf des Are­als ver­si­ckern irgend­wo im Haus­halt der Stadt. Am Ende bleibt die Zer­stö­rung des Mess­plat­zes und ein wei­te­res Pres­ti­ge­ob­jekt – Foto­ter­min für Polit­pro­mi­nenz garan­tiert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.