Offener Brief an Herrn Alexander Bauer MdL

Bür­stadt, den 5. Okto­ber 2016

Sehr geehr­ter Herr Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Bau­er,

der hes­si­sche Kul­tus­mi­nis­ter, Alex­an­der Lorz (CDU), hat gegen das Votum der katho­li­schen Kir­che, ohne Abspra­che in Ihrer Frak­ti­on und ohne Betei­li­gung der Öffent­lich­keit, still und heim­lich am 19.08.2016 per Minis­ter­ent­scheid einen radi­ka­len Sexua­li­sie­rungs­lehr­plan erlas­sen. Dies gegen den aus­drück­li­chen Wil­len der Lan­des­el­tern­ver­tre­tung! Hier­in wer­den in hes­si­schen Schu­len in Zukunft fächer­über­grei­fend die „Viel­falt sexu­el­ler Ori­en­tie­rung und Geschlech­ter­iden­ti­tä­ten“ behan­delt. Die „Akzep­tanz von Les­ben, Schwu­len, Bise­xu­el­len, trans- und inter­se­xu­el­len Men­schen (LSBTI)“ wird zum offi­zi­el­len Unter­richts­ziel erklärt. Dies soll bereits 10- bis 12-jährigen näher gebracht wer­den. Auch 6- bis 10-jährige Kin­der wer­den bereits mit Teil­be­rei­chen des neu­en Lehr­plans kon­fron­tiert. Dies alles soll sich im Rah­men von ver­pflich­ten­dem Unter­richt ohne Ein­fluss der Eltern abspie­len, deren Erzie­hungs­recht mas­siv beein­träch­tigt wird. Der gesam­te Lehr­plan ist von dif­fu­sen Vor­stel­lun­gen des sog. Gender-Mainstreaming durch­setzt.

Ihr Par­tei­kol­le­ge Lorz hat offen­bar ver­ges­sen, dass Ehe und Fami­lie, also das Zusam­men­le­ben von Mann, Frau und Kin­dern, unter dem aus­drück­li­chen Schutz des Grund­ge­set­zes ste­hen. Ande­re Lebens­for­men sind zu tole­rie­ren, ste­hen aber kei­nes­wegs gleich­wer­tig neben Ehe und Fami­lie.

Herr Bau­er, die AfD Bür­stadt for­dert Sie als Christ und ehe­ma­li­gen Reli­gi­ons­leh­rer sowie als Fami­li­en­va­ter auf, sich aus­drück­lich von Ihrem Kul­tus­mi­nis­ter zu distan­zie­ren und alle Anstren­gun­gen zu unter­neh­men, die zur Rück­nah­me die­ses Lehr­pla­nes füh­ren.

Hoch­ach­tungs­voll

Alex­an­der Noll

(Spre­cher des AfD-Ortsverbandes Bür­stadt)

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