Neujahrsempfang in Heppenheim am 29. Januar 2017

Mit einem Paukenschlag startete die Bergsträßer AfD in das Wahljahr 2017. Zum traditionellen Neujahrsempfang konnte der stellvertretende Bundessprecher Albrecht Glaser als Redner gewonnen werden. Zwar ist Glaser kein Unbekannter an der Bergstraße und hat in der Vergangenheit bereits mehrfach bei Wahlveranstaltungen gesprochen. Die Möglichkeit, einen leibhaftigen Bundespräsidentschaftskandidaten zu erleben (Glaser stellt sich am 12. Februar in der Bundesversammlung als Kandidat der AfD für die Nachfolge von Joachim Gauck zur Wahl), bietet sich aber nicht alle Tage, so dass zahlreiche Mitglieder und Interessierte in den „Halben Mond“ nach Heppenheim strömten.

Vor der mit Spannung erwarteten Rede Glasers gab zunächst der frisch gekürte Bergsträßer Direktkandidat für die Bundestagswahl, Kreis- und Landessprecher Rolf Kahnt, einen Ausblick auf die Themen, die den anstehenden Wahlkampf bestimmen werden. Neben dem alles beherrschenden Thema Zuwanderung liegen weitere programmatische Schwerpunkte der AfD in den Bereichen EU/Euro, direkte Demokratie sowie Energie- und Sozialpolitik. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) müsse unverzüglich zurückgenommen werden, weil es die Wirtschaft lähme und durch die steigenden Energiekosten insbesondere ärmere Bevölkerungskreise belastet werden. Anstatt die Gesellschaft durch die Gender-Ideologie immer weiter zu zerstören, fordert Kahnt eine echte Willkommenskultur für Familien und Kinder.

Der Hauptredner des Tages, Albrecht Glaser, nahm die Zuhörer mit auf eine Zeitreise und zitierte aus Sitzungsprotokollen des Bundestages von vor 25 Jahren und früheren Wahlprogrammen der heutigen Konsensparteien. Groß war die Verblüffung im Saal, als sich herausstellte, dass beispielsweise Wolfgang Schäuble während der Asylkrise Anfang der 1990er Jahre noch Standpunkte vertreten hat, für welche die AfD heute in die rechte Ecke gestellt wird. Auch entsprechende Aussagen im Wahlprogramm der CDU/CSU von 2002 würden heute eher bei der AfD vermutet werden. Dies zeige, so Glaser, dass auf der politischen Skala nicht die AfD und ihre Mitglieder immer weiter nach rechts rücken, sondern vielmehr die Bundesrepublik in den vergangenen Jahrzehnten einen Linksruck vollzogen habe.

Direkte Folge der Massenzuwanderung in das wiedervereinigte Deutschland war seinerzeit die Aufnahme des Artikels 16 a in das Grundgesetz, demzufolge bei Einreise über einen sicheren Drittstaat kein Asyl mehr beantragt werden könne. Diesen Verfassungsgrundsatz betrachte Kanzlerin Merkel anscheinend nur als unverbindliche Empfehlung. Wie der Jurist Glaser erläutert, läuft nach wie vor ein Strafverfahren gegen Merkel wegen Rechtsbruchs bei der Grenzsicherung in großem Ausmaß.

Glasers Ausführungen werden mit einem langanhaltenden Applaus belohnt. Zum Dank überreicht ihm Kahnt ein Bergsträßer Weinpräsent in der Hoffnung, dass Glaser auch in Zukunft wieder gerne den Weg an die Bergstraße finden möge.

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