Der Lehrplan „Sexualerziehung“ des hessischen Kultusministeriums indoktriniert unsere Kinder und Jugendlichen

Gegen den durch die hessische Landesregierung kürzlich vorgelegten „Lehrplan Sexualerziehung“ hat nicht nur die katholische Kirche Bedenken geäußert, auch der Landeselternbeirat verweigerte komplett seine Zustimmung. Dabei wäre diese eigentlich notwendig gewesen, doch Kultusminister Lorz (CDU) drückte sein Recht auf Ministerentscheidung durch, nachdem er bei entscheidenden Meinungsdifferenzen mögliche Kompromisse nicht berücksichtigen wollte.

„Wir stellen uns ein konstruktives Beteiligungsverfahren anders vor“, so AfD-Kreis- und Landessprecher Rolf Kahnt aus Bensheim. Der Bergsträßer bemängelt, dass es in dem Papier des Kultusministeriums nicht mehr um die gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung der Ehe zwischen Mann und Frau und um die Familie gehe, sondern in den Schulen nunmehr fächerübergreifend die Vermittlung von „Patchworkfamilien“, Alleinerziehenden und maßgeblich die „Vielfalt sexueller Orientierungen und Geschlechteridentitäten“ im Vordergrund stehe. „Nach unserer Auffassung ist das ein Versuch, mit dem Lehrplan Sexualerziehung das in Artikel 6 des Grundgesetzes wie auch das in Artikel 55 der Hessischen Verfassung verbriefte Erziehungsrecht der Eltern massiv zu beeinflussen“, so der ehemalige Gymnasiallehrer.

Der Kreis- und Landessprecher moniert ferner, dass der Lehrplan nicht altersgerecht sei, wenn sich nach dem Willen des Kultusministeriums bereits Sechs- bis Zehnjährige mit Hetero-, Homo-, Bi- und Transsexualität beschäftigen sollen. „Das ist ein unsensibler und abzulehnender Eingriff in die Intimsphäre junger Menschen, der sie nur verunsichern statt aufklären wird“, betont Kahnt, der im Übrigen darauf hinweist, dass Studien zufolge fast 80 % der Kinder und Jugendlichen sehr wohl die Geborgenheit, wie sie die elterliche Ehe bzw. die Familie gewähre, zu schätzen wüssten.

Der Bergsträßer Kreissprecher stößt sich darüber hinaus an der Forderung, dass diversen Lebensformen und Geschlechtern, wie im Lehrplan vorgesehen, „Akzeptanz“ entgegengebracht werden solle, was ihm zu weit gehe: „Ich halte die Begrifflichkeiten des Respekts und der Toleranz, wie sie noch in den Lehrplänen aus dem Jahr 2007 formuliert wurden, für wesentlich angemessener und auch geeigneter.“ Im Gegensatz zur katholischen Kirche habe die evangelische Kirche, so Kahnt, keine Einwände gegen den Lehrplan gehabt. Damit werde weiterhin deutlich, wie die evangelische Kirche ihren eigenen Ausverkauf befördere, wie zuletzt auf dem Gebiet ihrer fragwürdigen und bedenklichen Haltung zu illegaler Migration, den sie unzulässigerweise in das Gebot der Nächstenliebe einzukleiden versuche. Die evangelische Kirche dürfe sich daher nicht wundern, fährt Kahnt fort, wenn sie weiterhin Kirchenaustritte zu beklagen habe.

Nach Auffassung des Kreis- und Landessprechers könne sie sich stattdessen ein Beispiel an der katholischen Kirche nehmen, denn Papst Franziskus, so Kahnt, habe vor wenigen Tagen die „hinterlistige Indoktrinierung mit der Gendertheorie“ kritisiert. In einer kürzlichen Pressekonferenz habe der Papst über einen französischen Vater berichtet, dessen zehnjähriger Sohn auf die Frage, was er einmal werden wolle, geantwortet habe: „ein Mädchen“. Da sei dem Vater klar geworden, dass in Schulbüchern weiterhin die Gendertheorie unterrichtet werde. Papst Franziskus werfe zurecht, meint Kahnt, den Schulen den Willen zur „Änderung der Mentalitäten“ und eine „ideologische Kolonisierung“ vor, da die Gendertheorie davon ausgehe, dass Geschlechter lediglich soziale Konstruktionen seien.

Lesen Sie dazu auch den Offenen Brief unseres Bürstädter Ortsverbandes an den ortsansässigen Landtagsabgeordneten Alexander Bauer (CDU).

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