AfD Bürstadt gegen Erhöhung der Kita-Gebühren

Mit Unverständnis hat der AfD-Ortsverband die Pläne zur Erhöhung der Kita-Gebühren in Bürstadt zur Kenntnis genommen. Während allerorten die Überalterung und die kinderfeindliche Gesellschaft beklagt wird, schlägt Bürstadt einen augenscheinlich kinder- und familienfeindlichen Kurs ein.

Insbesondere die ab August 2017 geplante Erhöhung im Krippenbereich um 44 % auf 360 € ist, wie Alexander Noll (Sprecher des AfD-Ortsverbandes Bürstadt) betont, aus sozialpolitischer Sicht abzulehnen. Einer Erhöhung um fast die Hälfte im Krippenbereich steht eine geradezu nur erbärmlich zu nennende Aussicht auf Erhöhung des Kindergeldes um 2 € entgegen, wie sie von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in Spiel gebracht wird. Die Bundesregierung, so Noll, habe offenbar immer noch nicht verstanden, dass Kinder die Zukunft Deutschlands darstellen. Die Betreuung müsse auch für weniger betuchte Eltern bezahlbar bleiben. Noll weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass unlängst veröffentlichte Studien belegen, dass immer mehr Familien und Alleinerziehende armutsgefährdet seien.

Noll beklagt ferner, dass man an anderer Stelle in Bürstadt bereit sei, das Geld mit beiden Händen aus dem Fenster zu werfen. „Man denke nur an die Toilettenanlage im Bereich der ‚alla-hopp‘-Anlage für veranschlagte 275.000 €, obwohl im Bürgerhaus in unmittelbarer Nähe Toiletten zur Verfügung stehen.“ Auch ansonsten versteht sich Bürstadt als Selbstbedienungsladen, so Noll, denn unmittelbar nach der Kommunalwahl hätten sich die Stadtverordneten ihre Sitzungsgelder erhöht. Auch die höchst umstrittene Umgestaltung des Bahnhofsgeländes würde immense Summen von Steuergeldern verschlingen.

Noll mahnt weiter an, würde in Bürstadt weniger Augenmerk auf teure Prestige-Objekte gelegt, stünden für existentiell wichtige Bereiche, wie etwa die Kinderbetreuung, deutlich mehr Mittel zur Verfügung.

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